E-ja-jea

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Ist es nicht toll, welchen aufregenden Dingen man unterwegs begegnet? Neulich haben wir einen Büs, einen El-a-e und einen Ipp-as-ta gesehen. Und dann hörten wir auch noch die E-ja-jea! Es fehlte einzig der IEE. Diesen Hochgeschwindigkeitszug kennen unsere Kinder nur aus Büchern und Großstädten. Aber Bus, Lkw, Kipplaster und Feuerwehr sorgen auch real für Begeisterung.

Der Kleine erkennt die Fahrzeuge sogar, wenn er auf seinem "Laf-rad" mit Überschallgeschwindigkeit daran vorbeirast. Sein großer Bruder dagegen lässt sich Zeit und erzählt sich selbst die Geschichte von den bösen Zügen. Manchmal schimpft er sogar mit seinen Spielzeug-Zügen, weil sie immer zusammenstoßen. Vielleicht sollte er mal zur Zugerziehungsberatung gehen. Züge brauchen Grenzen. Da gibt’s doch auch diesen Ratgeber: "Warum unsere Züge Tyrannen werden."

Lassen wir das. Ich muss jetzt mal ans Telefon gehen. Meine Söhne rufen von unterwegs an. Nein, sie haben kein Handy. Aber auf dem Weg zum Kindergarten befindet sich ein öffentlicher Fernsprecher. Mit Telefonhörer und Kabel! Das ist ja für die Jugend von heute eine Attraktion. Wenn ich ihnen erzählen würde, dass es früher Telefonhäuschen gab, wären sie ganz aus dem Häuschen. Bedienen können sie das Telefon nicht, denn es gibt ja keinen Touchscreen. Aber Mama hebt trotzdem ab. Dann gehen wir weiter beziehungsweise fahren weiter Laufrad. Der Vierjährige wird nach eigener Aussage erst auf ein Fahrrad steigen, wenn er 15 ist. Das ist in Ordnung. Er soll ruhig in seinem eigenen Tempo lernen. Allerdings frage ich mich, woher ich ein so großes Laufrad bekomme. Andererseits: Es gibt ja nichts, was es nicht gibt. Man sieht doch auch Erwachsene auf Rollern. Und vor ein paar Tagen lief ein Mensch mit Stacheln durch die Fußgängerzone. Wirklich wahr! Der junge Mann hatte sich viel Mühe mit der Frisur gegeben. Mein Sohn war begeistert.

Schönheit sticht nun einmal ins Auge des Betrachters. Vor ein paar Jahren sahen wir eine Frau, die sich mit tief sitzender Hose bückte. Der laut hörbare Kommentar meiner Tochter: "Guck mal, die Frau hat einen Po!" Wer die Welt mit Kinderaugen betrachtet, hat Freude. Besonders schön ist es, wenn wir unterwegs Hunde sehen. Die sind ja in Wirklichkeit oft getarnte Löwen. Gefährlich! Einer dieser Löwen machte "Wauwau"! Der muss wohl mal zum Dogopäden. Unser Kleiner dagegen braucht keine Sprachtherapie. Er kann ja schon einen ganzen Satz sagen: "Tatütata, E-ja-jea da!"

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