Bekannten mit Auto überfahren - Zehn Jahre Haft für 33-Jährigen

Breitenau/Chemnitz.

In dem seit Januar andauernden Prozess gegen einen 33-Jährigen aus dem Raum Flöha ist heute das Urteil gefallen: Die Kammer des Landgerichts Chemnitz befand den Angeklagten für schuldig, am 3. April 2017 absichtlich und im Alleingang einen 38-jährigen Chemnitz auf einem Feld bei Breitenau überfahren zu haben. Die Tat wird mit zehn Jahren Freiheitsentzug bestraft, zudem muss der Angeklagte seine Fahrerlaubnis und seinen Führerschein für drei Jahre abgeben. Das Strafmaß bei Totschlag liegt zwischen 5 und 15 Jahren. Dass der Getötete sich jedoch freiwillig auf illegale Geschäfte mit dem Angeklagten eingelassen hatte, wurde bei der Festsetzung der Strafe berücksichtigt, erklärte die Vorsitzende Richterin.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger haben angekündigt, in Revision zu gehen. Sie hatten auf Freispruch plädiert, da der Prozess mehr Fragen offen gelassen statt beantwortet hätte. Es sei nicht zweifelsfrei bewiesen worden, dass ihr Mandant das Fahrzeug geführt habe, von dem der 38-Jährige angefahren und anschließend überrollt wurde. (kala)

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