Neue Gemeinderäte für alte Projekte

Die Wählervereinigungen haben in Niederwiesa weiter die Nase vorn, aber der Gemeinderat besteht nun aus sechs politischen Lagern. Die "Freie Presse" stellt alle Mitglieder vor.

Niederwiesa.

Dreimal zehn, einmal 15 Jahre Erfahrung: Darauf können die vier Gemeinderäte zurückblicken, die dem Niederwiesaer Gremium nach der Kommunalwahl im Mai am längsten angehören. Drei weitere sind seit der vergangenen Legislaturperiode dabei. Mehr als die Hälfte des Rates besteht indes aus neuen Mitstreitern.
Dirk Reichardt, André Miesel und Katja Richter unterstützen künftig die Bürgerinitiative Niederwiesa (BI), Grit Lämmel die Wählergemeinschaft Braunsdorf-Lichtenwalde (BLB). Die CDU, die zwei Sitze eingebüßt hat, wird nun von Angela Bartsch vertreten. Erstmals einen Platz gewinnen konnten Sebastian Walter für die Grünen, Hans-Jürgen Schubert für die AfD und Frank Buschbeck für die Interessengemeinschaft Niederwiesa.
Auf Monate und vermutlich Jahre werden sie Themen begleiten, mit denen sich auch der abgelöste Gemeinderat beschäftigt hat: darunter die Schulturnhalle, die aufgrund ihrer Mängel mit einem Neubau für 4,3 Millionen Euro ersetzt werden soll, das Feuerwehrdepot Lichtenwalde, das bis Ende 2020 umziehen muss, die Fußgängerbrücke nach Braunsdorf, die beim Sicherheitstest keine guten Noten bekam und der Breitbandausbau. Welche Schwerpunkte sie darüber hinaus setzen, wird sich zeigen. Zunächst müssen sie sich einarbeiten. Als "Buch mit sieben Siegeln" bezeichnete Bartsch etwa das Turnhalleprojekt und bat bei der ersten Sitzung um Zahlen und Unterlagen, um sich einarbeiten zu können. Keine leichten Aufgaben - das zeigt auch das Begrüßungsgeschenk von Bürgermeisterin Ilona Meier (parteilos) für die Gemeinderäte: Stressbälle.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...