Ausgangseinschränkung: Platzverweise und Polizeigewahrsam in Mittelsachsen

Die Polizei hat in Freiberg und Rochlitz Personengruppen aufgelöst sowie in Brand-Erbisdorf eine Party beendet.

Freiberg.

Am ersten Tag mit verstärkten Ausgangsbeschränkungen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus' im Freistaat hat die Polizei in Mittelsachsen mehrere Einsätze gehabt, die die Einhaltung der neuen Regelungen betrafen. In Freiberg trafen Beamte in der Nacht zum Dienstag eine fünfköpfige Personengruppe mit Hunden an und forderten sie dazu auf, die Allgemeinverfügung einzuhalten. Dem seien die jungen Leute zunächst nachgekommen - aber nicht für lange, so die Polizei. Einsatzkräfte trafen die Deutschen im Alter zwischen 23 und 36 Jahren etwa eine halbe Stunde später wieder zusammen in der Schönlebestraße an. Sie erhielten neben Anzeigen erneut einen Platzverweis, dem sie schließlich nachkamen. In der Rochlitzer Poststraße hielten sich am Abend drei Deutsche (22, 28 und 46 Jahre alt) vor einem Supermarkt auf und tranken Alkohol. Gegenüber den alarmierten Polizeibeamten zeigten sich die Männer zunächst wenig einsichtig, folgten aber schließlich dem Platzverweis. Eine Party gefeiert hatten ebenfalls in der Nacht fünf Personen in einer Wohnung in Brand-Erbisdorf. Die Party wurde beendet. Ein deutscher Partygast (20) war alkoholisiert und befolgte den Platzverweis der Polizisten nicht. Er kam für einige Stunden in Polizeigewahrsam.

In Mobendorf hat die Polizei in der Nacht zum Dienstag eine 21-jährige Frau aus einem anderen Ort aufgegriffen, die einen Freund besuchen wollte. Laut einem Polizeisprecher wurde sie wegen dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Zudem sprach die Polizei am Montagabend mehrere Platzverweise gegen mehrere Personen aus, die vor einem Mittweidaer Einkaufsmarkt gemeinsam Bier tranken. Einer von ihnen kehrte trotzdem später wieder zurück und erhielt daraufhin eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. "Im Großen und Ganzen halten sich die Bürger an die Allgemeinverfügung und ihre Beschränkungen", schätzte Andrzej Rydzik, stellvertretender Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz, am Dienstag auf Anfrage von "Freie Presse" ein. Derzeit führe die Polizei wegen der Allgemeinverfügung keine gezielten Kontrollen durch. Vielmehr erfolge die Kontrolle bei den normalen Streifen. (em/hh)

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