Freiberger Theater protestiert gegen Schließung

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Geschäftsführer Hans Peter Ickrath: "Hier hat sich keiner angesteckt."

Freiberg.

Kritik an der Entscheidung der Landesregierung, die sächsischen Theater ab Montag zu schließen, hat Hans Peter Ickrath (Foto) geübt.

Der Geschäftsführer des Mittelsächsischen Theaters sagte zur Opernpremiere von "Lauter Verrückte!" am Samstag in Freiberg: "Wir haben von der pandemiebedingten Schließung am Freitag, 20 Uhr erfahren. Eigentlich wollten wir am Montag in Döbeln zweimal das Weihnachtsmärchen spielen - jetzt müssen wir den Kindern absagen." Am Montag stand "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" auf dem Plan. Am Samstag hätte "Swinging Christmas" mit Leonora Weiß-del Rio und Dan Smith Premiere in Döbeln gehabt.

"Es ist ärgerlich, dass die Theater wieder schließen müssen", so Ickrath. Er sei enttäuscht und finde die Maßnahme unverhältnismäßig. "Hier hat sich keiner angesteckt. Wir setzen unser Hygienekonzept strikt um, unsere Häuser sind klimatisiert und haben eine Luftumwälzung." Er verwies auf wissenschaftliche Untersuchungen, wonach Theater keine Pandemietreiber sind. Ickrath: "Unser Theater war schon einmal knapp fünf Monate geschlossen. Ich hoffe nicht, dass wir wieder monatelang schließen müssen." Am Montag finde dazu im Theater eine Beratung statt. (hh)