Polizei löst "Corona-Spaziergang" in Freiberg auf - Teilnehmern drohen 250 Euro Bußgeld

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Eine Hundertschaft Beamter war im Einsatz. Zuletzt hatte es Kritik an den Einsätzen der Polizei bei Kundgebungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen gegeben, weil Versammlungen teils aufgelöst worden waren und teils weiterlaufen durften.

Freiberg.

Die Polizei hat am Freitagabend in Freiberg einen ungenehmigten Aufzug gegen die Regeln zum Schutz vor Coronainfektionen gestoppt. Knapp 50 Menschen, darunter auch Kinder, bewegten sich kurz nach 18 Uhr in Richtung Bahnhof und Innenstadt, so die Polizei. Eine Hundertschaft Beamter war im Einsatz. An der Kreuzung Bahnhof/Humboldtstraße umstellten die Beamten den Zug und nahmen von etwa 30 Teilnehmern Personalien auf, so Polizeisprecher Andrzej Rydzik.

Ordnungswidrigkeitsanzeigen wurden erstellt. "Den 30 Personen droht nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro", teilt die Polizei am Abend mit. Außerdem wurden Ermittlungen aufgenommen wegen Verstoßes gegen das Sächsische Versammlungsgesetz, die durch die Chemnitzer Kriminalpolizeiinspektion weitergeführt werden.

Nach Protesten am vergangenen Montag hatte es Kritik am Vorgehen der Polizei gegeben. Während in Zwickau Demonstrationen gestoppt wurden, konnten unangemeldete Züge in Freiberg und Chemnitz weiter laufen. (bemä/lk/erle)

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