Steinerne Zeitzeugen kehren nach Freiberg zurück

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Bis zu 800 Jahre alte Architekturteile, die bisher in einem Depot außerhalb der Stadt untergebracht waren, beziehen nun ein neu ausgestattetes Domizil.

Freiberg.

Fast 150 steinerne Zeitzeugen aus Freibergs Stadtgeschichte kehren zurück: Die Architekturteile aus der Sammlung des Stadt- und Bergbaumuseums waren bisher in einem Zwischenlager in Nassau untergebracht. Nun ziehen sie in das neue Außenlager in Freiberg um, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Die Teilesammlung lagerte bis 2018 unter der Pergola im Innenhof des Museums. Bevor die Arbeiten an dem neuen Ergänzungsbau begannen, der künftig den Eingangsbereich des Museums bildet, zogen die Stücke in das Zwischenlager in Nassau um. Nun werden sie wieder umquartiert. Das neue Außendepot befindet sich am Stadtrand von Freiberg. In den neu gestalteten Räumen sind nach Angaben der Stadt nagelneue Schwerlastregale aufgestellt, in denen die Schätze sicher gelagert werden können.

Bei den wertvollen Stücken handelt es sich um bauliche Elemente von Freiberger Kirchen und Wohngebäuden, Reste von historischen Grabsteinen oder von Inschrifttafeln aus Bergwerken. Zur Sammlung gehören auch Reliefs mit bergmännischen Darstellungen, verwitterte und ersetzte Einzelstücke vom Schwedendenkmal sowie Grenzsteine. Die ältesten Teile sind über 800 Jahre alt und stammen aus den Anfängen der Stadt.

Die steinernen Zeitzeugen erzählen alle aus der Geschichte von Freiberg. So zeigt ein Bruchstück aus Sandstein Reste des kursächsischen Wappens, das einst am Erbischen Tor verbaut war. Nach dem Abriss dieses Stadttors im 19. Jahrhundert wurde das steinerne Teil wohl als Baumaterial weitergenutzt. Zuletzt war das Bruchstück nach Angaben der Stadt im Hof des Grundstücks Erbische Straße 15 vermauert. Vielleicht weil dort neuzeitliche Bauarbeiten stattfanden, gelangte es schließlich ins Museum.

Die historischen Stücke sind nicht nur schön anzusehen - die Sammlung bildet eine wichtige Grundlage für denkmalpflegerische und wissenschaftliche Forschungen. Manchmal kehren historische Objekte sogar an ihren originalen Standort zurück, wie beispielsweise eine Hermenfigur aus Sandstein, die zukünftig wieder im sanierten und umgebauten Herderhaus zu sehen ist, wie es hieß. (fp)

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.