Brach liegende Grundstücke aufgelistet

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Kriebsteiner Gemeinderat gibt grünes Licht für Bestandsaufnahme

Kriebstein.

37 meist schon länger ungenutzte bebaute Flächen in sieben Ortsteilen sind im Brachenkonzept der Gemeinde Kriebstein aufgelistet. Diese Zahlen nannte Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein) auf Nachfrage der "Freien Presse". Der Gemeinderat hat das Konzept jüngst beschlossen. Die Bürgermeisterin hatte mit Unterstützung der Ortschaftsräte das Papier entworfen. Es sei eine Bestandsaufnahme, in der alle derzeit bekannten Brachen benannt seien, so Euchler. Nach Ansicht der Räte kann es als Planungsgrundlage dienen. Ebenso sind darin Aussagen zur geplanten späteren Nutzung möglich. Bestenfalls werde das Konzept helfen, an Fördergeld zu kommen, hieß es. Bedenken äußerten Räte lediglich, weil private Häuser und Grundstücke ebenso wie kommunale erfasst sind. Manchen werde es eventuell stören, wenn sein Eigentum als Brache bezeichnet wird, warf Gemeinderätin Katja Baumann (Freie Wähler Kriebstein) ein.

Es sei niemand gefragt worden, so Euchler. Sie habe sich auf Flächen mit seit mehreren Jahren leer stehenden Gebäuden konzentriert. Einige seien Ruinen. Überdies könnten Möglichkeiten wie der Abriss einsturzgefährdeter Objekte mit Duldung des Eigentümers oder der Kauf von Grundstücken durch die Gemeinde zum Zweck der Beräumung mit betrachtet werden.

Laut Euchler geht es vor allem darum, handeln zu können, falls erneut Fördermittel zur Verfügung gestellt werden. Aktuell betrage die Höhe der Zuschüsse bis zu 90 Prozent, sagte sie. Für einen Antrag in diesem Jahr kommt das Konzept nach ihren Angaben aber zu spät. Die Flut der eingereichten Anträge sei so groß, dass die Annahme gestoppt wurde. Das Konzept solle aber trotzdem bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht werden, um damit zu zeigen, dass Bedarf bestehe, so Euchler.

Allein in Grünlichtenberg sind acht Brachen mit einer Fläche von insgesamt fast 65.000 Quadratmetern erfasst. Einzig Erlebach ist frei von Brachen. "Die Bauernstube ist saniert und umgebaut worden, für die Lochmühle ist ebenfalls wieder eine Nutzung geplant", erklärte Euchler. Das Konzept soll ihrer Ansicht nach helfen, für vom Verfall bedrohte denkmalgeschützte Objekte wie den Trockenschuppen in Kriebethal einen Weg zum Erhalt zu suchen. In einigen Fällen soll geprüft werden, ob die Kommune mit eigenen Mitteln kleinere Brachen beräumen lassen kann.

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