Dem Traumstudium näher gerückt

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Greta Steinbach hat feste Vorstellungen, was sie mit ihrem 1,0-Abitur in der Tasche machen will. Davor muss sie aber noch eine Hürde nehmen.

Mittweida.

Architektur studieren, das ist der Traum von Greta Steinbach aus Mittweida seit der siebten Klasse. Nun, einige Jahre später, ist die 18-Jährige, die mit einer Abiturnote von 1,0 zu den drei Jahrgangsbesten des städtischen Gymnasiums in Mittweida zählt, ihrem Traum näher gekommen. Sie sagt: "Ich habe mir gewünscht, so einen guten Abschluss zu schaffen und habe mich gefreut, dass es geklappt hat." Sie selbst kann es noch nicht fassen, dass die Schule vorbei ist. "Es kommt mir etwas unwirklich vor."

Auf ihren neuen Lebensabschnitt freut sich die Mittweidaerin; und auf das Studium ab Oktober. "Das Fachgebiet Architektur verbindet viele Kompetenzen", erklärt Greta Steinbach, und: "Ich mag es, Dinge zu gestalten und zu dekorieren." Aber auch die technischen und naturwissenschaftlichen Aspekte findet sie interessant. Außerdem sucht sie gern die Herausforderung und hat Spaß daran, Lösungen für knifflige Probleme zu finden. "Ich könnte mir vorstellen, später funktionale Gebäude für Entwicklungsländer zu entwerfen, wie Schulen oder Unterkünfte", sagt die Abiturientin. Was ihr dabei wichtig ist: praktische und in gleicherweise preiswerte Gebäude zu bauen. Noch dazu ist ihr das Entwerfen von barrierefreien Bauwerken wichtig. Noch ist bis dahin der Weg lang, aber die Bewerbungen für das Studium sind zumindest schon mal abgeschickt.

Beworben hat sich Greta Steinbach an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig (HTWK), an der Bauhaus-Universität Weimar und an der Hochschule Anhalt in Dessau. Für eine Zulassung an der HTWK musste sie eine Arbeitsmappe abgeben. Auch die Universität in Weimar hat den Bewerbern Aufgaben gestellt. "Unter anderem sollte ich eine Wohnarchitektur für Insekten entwerfen."

Eine Rückmeldung hat die Mittweidaerin bislang nicht erhalten, etwas unsicher ist sie daher. "Ich hoffe sehr, dass es klappt." So würde ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen. Vor allem hofft Greta Steinbach auf eine positive Rückmeldung der Bauhaus-Universität Weimar. "Mir gefällt das Profil der Uni. Sie hat allgemein eine künstlerische Ausrichtung", erklärt sie ihr besonderes Interesse. Auch Weimar selbst findet sie sehr schön. Doch es kann eine Weile dauern, bis eine Antwort kommt. Deswegen will die 18-Jährige ihre Freizeit nutzen, um sich zu entspannen. "Ich werde erst mal Urlaub machen, mich mit Freunden treffen und ausruhen." Auch ein Familienwanderurlaub steht auf dem Programm, ehe sie im Oktober mit dem Architektur-Studium beginnt.

Die Entspannung hat sich die junge Frau verdient, immerhin hat sie hart für ihre guten Noten gearbeitet. In vier von fünf Prüfungen hat Steinbach 15 Punkte, also die höchste Punktzahl erreicht. "Nur in Deutsch habe ich 13 Punkte bekommen, aber die Prüfung ist auch insgesamt etwas schlechter ausgefallen." Die diesjährige Abschlussklasse des städtischen Gymnasiums hat allgemein einen guten Abschluss gemacht. Schulleiter Gerd Becker sagt mit Stolz: "Wir hatten 64 Abiturienten, und alle haben das Ziel erreicht." Der Notendurchschnitt lag bei 2,0 - trotz des kurzzeitigen Ausfalls des Präsenzunterrichts in den Abschlussklassen durch die Pandemie. Greta Steinbach: "Da war Selbstständigkeit, Konzentration und ein gut strukturierter Tagesablauf wichtig." Sie setzt hinzu: "Ich würde sagen, ich habe das ganz gut organisiert." Dennoch sei sie sehr froh gewesen, als die Abschlussklassen wieder normalen Unterricht hatten.

Auch die Zeit vor den Prüfungen hat sich die Mittweidaerin gut eingeteilt. "Ich habe mir vorher aufgeschrieben, was ich bis wann machen musste und mich daran gehalten." Doch die Zeit hat sie nicht nur mit Lernen verbracht, sondern ist auch regelmäßig gejoggt und hat, soweit möglich, mit Freunden Volleyball gespielt. "Es ist wichtig auf einen Ausgleich zu achten."

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