Frankenberger Museum öffnet am 14. Juli

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht zum Auftakt in der Zeitwerkstadt. Das neue Museum befindet sich in der einstigen Blumenhalle der Landesgartenschau 2019.

Frankenberg.

Nach dem coronabedingten Aufschub öffnet das neue Frankenberger Erlebnismuseum Zeitwerkstadt am 14. Juli. Das teilte Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) mit. "Zur Eröffnung spricht Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer", freute sich Firmenich. Für die Stadt gehe damit eine lange Zeit des Wartens zu Ende. "Mit dem neuen Haus können wir endlich auch im Bereich Tourismus Tritt fassen und Tempo aufnahmen", so der Bürgermeister. Das Museum reihe sich ein in die Riege bestehender Einrichtungen in Mittweida, Hainichen und Braunsdorf ein und solle sich zu einem neuen Magnet in der Region entwickeln. Noch sei unklar, wie groß die Anziehungskraft des Museums sein werde.

Bei der Zeitwerkstadt handelt es sich um Frankenbergs neues Erlebnismuseum für die ganze Familie. Industriekultur und Stadtgeschichte werden dort vereint. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Geschichte des Fahrzeugbaus, die Historie von Druckereien, Teppichweberei und Zigarrenherstellung. Alles dreht sich um die Erfindungen und Errungenschaften aus Sachsen und der Stadt Frankenberg. Neben interaktiven und digitalen Stationen für die Besucher werden auch viele originale Exponate gezeigt.

Eingezogen ist die Einrichtung in die Ex-Blumenhalle der 8. Sächsischen Landesgartenschau. Diese hatte 2018 über 400.000 Besucher nach Frankenberg gelockt. Die Halle wurde dabei für Wechselausstellungen, Gastronomie und den begehbaren Videowürfel Time Cube genutzt. Das Gebäude selbst geht auf die Lisema Polstermöbel GmbH zurück, die es nach 1990 errichten ließ. 1880 wurde in Frankenberg die Möbelfabrik Steiners Paradiesbetten gegründet. Nach 1945 wurde der Betrieb verstaatlich und zum VEB Lisema. Ab 1990 folgte der Neustart als GmbH. 1995 meldete die Firma Konkurs an.

2019 unterzeichneten die Stadt und das Unternehmen Leisureworkgroup (LWG) einen Vertrag über 635.460 Euro für die Betriebsführung des neuen Erlebnismuseums. Die LWG konzipiert und möbliert die Zeitwerkstadt. Pandemiebedingt wurde die Eröffnung mehrfach verschoben. Der neue Leiter des Museums, Tobias Müller aus Freital, hat sich laut Bürgermeister bereits eingearbeitet. Seine Tätigkeit bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Depots habe bereits begonnen. (dahl)

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