Führerscheinumtausch: Amt reagiert auf Dauer-Kritik

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Lange Schlangen und Wartezeiten - dafür steht derzeit die Fahrerlaubnisbehörde in Döbeln. Auf die Kritik daran reagiert jetzt der Landkreis.

Döbeln.

Wegen des anhaltend großen Andrangs auf die Fahrerlaubnisbehörde wird es ab dem 23. August Sonder-Öffnungszeiten geben. Außerdem ist eine Online-Terminreservierung geplant. Damit will das Amt die langen Wartezeiten umgehen und auch Planungssicherheit für die Bürger herstellen. "Zusätzlich werden einige Abläufe für eine zügige Abarbeitung umgestellt", so der Leiter der Abteilung Verkehr und Bauen, Thomas Kranz.

Zudem appelliert die Behörde an Bürger, ihren für jetzt geplanten Zwangsumtausch der alten Führerscheine auf Ende August/Anfang September zu verschieben und sich an den Zeitplan der vorgegebenen Fristen zu halten. Die erste, für die Geburtsjahre 1953 bis 1958 laufe noch bis 19. Januar 2022. Erst danach sollten die Jahrgänge 1959 bis 1964 zur Behörde kommen.

Das mindestens einmalige persönliche Erscheinen am Standort Döbeln, Straße des Friedens 9a, sei weiterhin gesetzlich vorgegeben und notwendig. Die Vorgänge für den Umtausch von DDR-Führerscheinen seien äußerst aufwändig. Auch 30 Jahre nach der Wende liegen die Fahrerlaubnisdaten in der Regel nur dezentral als Karteikarte vor und müssen erst elektronisch erfasst oder von anderen Behörden abgefordert werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Führerschein in einem anderen Landkreis ausgestellt worden ist.

Die Servicestellen in Freiberg und Mittweida können weiterhin dafür nicht geöffnet werden. Offizielle Begründung dafür: Das Papierakten-Archiv befindet sich in Döbeln. Abteilungsleiter Kranz: "Wir bitten vor dem Besuch, sich über unsere Internetseite bezüglich unserer Öffnungszeiten, der notwendigen Unterlagen und der aktuellen Wartezeit zu informieren."

Der neue Kartenführerschein kann dann gegen eine Zusatzgebühr von 5,10 Euro per Direktversand von der Bundesdruckerei nach Hause geschickt werden. Die Zustellung dauert in der Regel fünf bis sechs Wochen. Die Gebühren betragen bei reinem Umtausch 25,30 Euro, mit gleichzeitiger Lkw-Verlängerung: 43,90 Euro.

Folgende Unterlagen müssen zum Umtausch mitgebracht werden: gültiger Personalausweis oder Reisepass, ein aktuelles biometrisches Passbild, der vorhandene Führerschein im Original und -falls vorhanden - die graue Altkarte VK 30 "Führerscheinantrag" in DIN A 6 sowie gegebenenfalls ein Auszug aus dem örtlichen Fahrerlaubnisregister der Fahrerlaubnisbehörde, die den Altführerschein ausgestellt hat, sofern das nicht im Landkreis Mittelsachsen geschehen ist.

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