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Straße Am Buchenberg in Mittweida offen: Die Ampel im Wald macht Winterpause

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Im Winter kann die Straße in Ringethal nicht weiter gebaut werden. Eigentlich war alles anders geplant.

Ringethal.

Ab jetzt geht es wieder am Fluss entlang: Die Straße Am Buchenberg in Ringethal, die direkt neben der Zschopau verläuft, ist vorerst wieder befahrbar. Wie Sebastian Killisch, Bauamtschef im Rathaus von Mittweida, mitteilte, wurde die Straße in den vergangenen Tagen so hergerichtet, dass Autos darauf fahren können - fertig gebaut ist die Straße aber noch nicht. Das war anders geplant.

Die Straße war dieses Jahr monatelang gesperrt, weil sie durch das Hochwasser 2013 stark beschädigt worden war und nun saniert wird. Parallel dazu wurde auch eine Stützwand, die sie zum Fluss hin begrenzt, neu gebaut. Doch bevor der Straßenbau überhaupt losgehen konnte, musste der felsige Hang neben der Straße gesichert werden, damit keine Steine herabfallen.

Umleitung über die Hirschkuppe

Die Bauarbeiten waren für diejenigen, die am Buchenberg wohnen oder dort ein Wochenendgrundstück haben, eine Belastung. Denn die Straße am Fluss ist der einzige Weg, der zu den Häusern in dem Gebiet führt. Damit sie nicht vollständig abgeschnitten sind, musste die Stadt eine Umleitung über die sogenannte Hirschkuppe einrichten, die als abenteuerlich bezeichnet werden kann: Sie führte über große Strecken über eine nicht befestigte, sehr steile und schmale Piste mitten im Wald. Weil es dort keinerlei Möglichkeiten gibt, Gegenverkehr auszuweichen, mussten mehrere Ampeln aufgestellt werden, die dafür sorgen, dass immer nur in eine Richtung gefahren wird. Eine Ampel stand mitten im Wald.

"Die Ampeln werden über den Winter außer Betrieb gestellt", so Sebastian Killisch. Wenn der Straßenbau weitergeht, würden sie aber wieder gebraucht. "Doch im Winter ist die Hirschkuppe definitiv nicht befahrbar", so Killisch.

Bauverzug in Ringethal

Der Straßenbau ging dieses Jahr viel langsamer voran, als eigentlich geplant war. Im Herbst waren dann außerdem an einer Stelle der Felswand, die bei der Begutachtung durch Experten eigentlich als sicher eingestuft worden war, Steine herabgestürzt. Eine provisorische Sicherung musste angebracht werden, was zu weiteren Verzögerungen beim Bau der Straße führte. "Leider haben wir massiven Bauverzug", so Oberbürgermeister Ralf Schreiber. Deshalb muss im kommenden Jahr weitergebaut und die Ampel mitten im Wald wieder in Betrieb genommen werden. 

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