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Energiekrise: Hilfe für Sportbad Burgstädt erhofft

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Energieintensive öffentliche Bäder, die zudem mit dem Schwimmunterricht einen Bildungsauftrag erfüllen, sollten nicht von Preisbremsen oder anderer Unterstützung ausgeschlossen sein. Das erwarten die Betreiber in Burgstädt genauso wie in Freiberg. Doch bisher sind die Prognosen dazu unklar.

Burgstädt/Freiberg.

Das Hallenbad im Sportzentrum am Taurastein in Burgstädt ist eins von zwei großen Zentren für den Schwimmunterricht in Mittelsachsen. Das andere ist das Johannisbad in Freiberg. Immerhin nutzen knapp 20 Schulen die kommunale Einrichtung in Burgstädt, in Freiberg sind es sogar 31 Schulen. Und wie der Bäderbetrieb in Freiberg sieht sich auch der in Burgstädt mit einer unklaren Prognose konfrontiert, was die Energiekosten angeht. So hatte der Burgstädter Bürgermeister Lars Naumann kürzlich schon vor möglichen Konsequenzen gewarnt, wenn die Stromrechnung in Zukunft weiter in die Höhe schnellt. Dazu gehören steigende Eintrittspreise oder als "letztes Mittel" gar die Schließung.

Doch noch geht der Chef der Burgstädter Betreibergesellschaft ABS, Eric Braun, davon aus, dass mögliche Preisbremsen für Strom oder Gas auch für öffentliche Bäder gelten werden - egal, ob diese Krisenhilfen vom Bund oder eher vom Land zu erwarten sind. Braun verwies dabei auf die Bedeutung des Schwimmbads, "gerade mit Blick auf die Gesundheitsförderung und den Bildungsauftrag".

Mit dem Bildungsauftrag als Schwimmsportzentrum hatte bereits der Geschäftsführer der Freiberger Bäderbetriebsgesellschaft, Axel Schneegans, gegenüber Bundestagsabgeordneten argumentiert: Er regte an, das Problem der fehlenden Unterstützung von Bäderbetrieben auf Bundesebene anzugehen. Doch offenbar sollen diese Hilfen des Bundes auch weiterhin nicht den Bäderbetrieben zugute kommen. Denn sie fallen in den Kompetenzbereich von Ländern und Kommunen, und nicht vom Bund, heißt es aus Berlin.

Allerdings: Nach Einschätzung des Burgstädter Badbetreibers werden auch die Träger der Schulen, die die Bäder für den Schwimmunterricht nutzen, mit den Kosten, "welche zwangsläufig steigen werden", allein gelassen. Freistaat beziehungsweise Bund nähmen sich aus der Verantwortung, sagte Braun. Dabei sei das Burgstädter Sportbad darauf vorbereitet, mehr Schulen in der Einrichtung zu begrüßen.

Doch derzeit fehlten auch für den Burgstädter Betreiber "planbare Prognosen zu den Rahmenbedingungen". So habe das öffentliche Bad ab 1. Januar 2023 für Strom keinen neuen Vertrag mit einem Versorger. Und nicht nur das: Neben den Energiekosten spielten weitere Faktoren eine Rolle, wie die Entwicklung der Besucherzahlen und Personalfragen. ( jl)

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