Corona: In Sachsen gilt ab Montag landesweit die 2G-Regel

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Zutritt zu Gaststätten, Bars, Freizeit- und Kultureinrichtungen erhalten dann nur noch Geimpfte und Genesene.

Dresden.

Nach den sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen hat das sächsische Kabinett am Freitag schärfere Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie beschlossen. Ab Montag wird die 2G-Regel in Teilen des öffentlichen Lebens flächendeckend umgesetzt.

Damit haben nur noch Genesene und Geimpfte Zutritt etwa zur Innengastronomie, in Diskotheken oder Freizeit- und Kultureinrichtungen. Ausnahmen gelten für Kinder, Jugendliche und Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Letztere brauchen aber einen Test. Für den Einzelhandel oder Gottesdienste gilt 2G nicht.

Zudem gibt es eine weitere Neuerung: In Bus und Bahn sind FFP2-Masken fortan Pflicht, aber nicht für Schüler. Auch bei Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern greift die sächsische 2G-Regel - egal ob sie drinnen oder draußen stattfinden. Zugleich ist damit eine Höchstgrenze für Gäste verknüpft. Bei maximal 50-prozentiger Auslastung sind höchstens 25.000 Besucher erlaubt. Ausnahmen für Weihnachtsmärkte bestehen weiter. Schulen und Kitas bleiben auch bei Erreichen der Überlastungsstufe (siehe Grafik) offen. Auf den dann ursprünglich geplanten Wechselunterricht wird verzichtet. Die Maskenpflicht gilt weiter auch im Unterricht.

Die bis einschließlich 25. November geltende Verordnung empfiehlt Arbeitgebern dringend, wenn möglich alle Beschäftigten im Homeoffice arbeiten zu lassen. Die zweimal pro Woche geltende Testpflicht für Mitarbeiter mit Kundenkontakt bleibt bestehen. Um Pflegeheime besser zu schützen, soll das gesamte Personal täglich getestet werden. Zudem soll die Einhaltung der Vorgaben stärker kontrolliert werden.

"2G verschärft die Not der Gastronomie", reagierte Dehoga-Sachsen-Hauptgeschäftsführer Axel Klein auf die neuen Regeln. "Wir rechnen mit großen Umsatzeinbußen, insbesondere im Weihnachtsgeschäft." 2G sei zwar besser als ein Lockdown, dennoch würden gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen auf dem Rücken der Gastgeber und ihrer Mitarbeiter ausgetragen.

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich unterdessen darauf verständigt, dass alle, deren zweite Corona-Impfung mehr als sechs Monate her ist, eine Auffrischung erhalten sollten. (dpa/uli)

 
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