Hunderte Feuerwehrleute müssen zu Feldbränden ausrücken

Die Trockenheit der vergangenen Tage fordert ihren Tribut. Doch auch Brandstifter machten den Einsatzkräften am Wochenende zu schaffen.

Chemnitz. Zahlreiche Brände haben am Wochenende hunderte Feuerwehrleute in der Region ausrücken lassen. Wegen der Trockenheit brannte es vor allem auf Äckern. Jedoch auch der Brand auf einem Bauernhof in Schlettau band Kräfte.

140 Kameraden waren gefordert, in der Nacht zum Sonntag das Feuer auf einem Vierseitenhof zu löschen. Fast 100 Nutztiere, darunter Schweine, zwei Kälber, Enten, Gänse und Hasen konnten nicht mehr gerettet werden. Sie verbrannten in dem Feuer. Menschen wurden nicht verletzt. Ersten Schätzungen der Polizei zufolge beträgt der Gesamtschaden mehrere zehntausend Euro.

33 Einsatzkräfte rückten am Sonntag zu einem Feldbrand nahe dem Windparks Lunzenau bei Obergräfenhain aus. Rund 250 Quadratmeter eines Getreidefelds standen in Flammen.

Bereits am Samstag hatte es in Pappendorf (Mittelsachsen) zwischen Reitplatz und Straußenfarm auf einem abgeernteten Getreidefeld gebrannt. Die Flammen drohten auf ein Waldstück überzugreifen. 116 Einsatzkräfte von sieben Striegistaler Ortswehren sowie von der Hainichener und Roßweiner Feuerwehr konnten den Brand löschen. Mit Traktoren und Pflügen eines Agrarbetriebs wurden Schneisen geschlagen, um ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Auch bei Reinsdorf (Waldheim) brannte am Samstagabend ein Feld. Die Ortswehr löschte.

91 Feuerwehrleute waren am Samstag in Zschocken bei Hartenstein im Einsatz. Auf einem Hektar Fläche brannte ein Feld. Laut Polizei bekämpften die Feuerwehr Hartenstein und viele Feuerwehren aus der Region den Brand gemeinsam mit Bauern und Anwohnern. Zudem bot eine Spedition ihre Hilfe an und war mit einem 30 Kubikmeter Wasserbehälter vor Ort. Das Feuer breitete sich bis an einen Waldrand aus, konnte aber dort gestoppt werden. Das Feuer wurde durch den Wind begünstigt. Bauern gruben das betroffene Feld um, um das Feuer zu stoppen. Später folgte der nächste Einsatz an der nahen S255. Auf einem Feld qualmte es aus dem Korntank eines Mähdreschers. Der Tank wurde unter Wasser gesetzt.

Zu einem weiteren Einsatz auf einem Feld wurde die Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag nach Zschorlau gerufen. Dort stand ein Transporter in Flammen. Unbekannte waren zuvor in eine Gaststätte an der Neustädter Straße in Schneeberg eingebrochen. Sie entwendeten eine Kasse, Lebensmittel sowie den Transporter, flüchteten und setzten das Fahrzeug auf dem Feld bei Zschorlau in Brand. Im Einsatz waren zirka 25 Einsatzkräfte der Feuerwehren.

Im Mülsener Ortsteil Berthelsdorf musste die Feuerwehr am Samstagabend einen 34-Jährigen aus seinem brennenden Auto befreien. Der Mann mit seinem VW mit voller Wucht gegen einen Baum gefahren und wurde eingeklemmt. Als Helfer ihn befreien wollten, fing der Pkw Feuer. Laut Polizei konnte die Feuerwehr den Mann trotz erheblicher Schwierigkeiten aus dem Wagen befreien.

Schon am Freitag hatte es bei Gersdorf (Landkreis Zwickau) einen Großeinsatz gegeben. Auf einem Feld war ein Feuer ausgebrochen, das sich im trockenen Getreidestroh schnell ausbreitete. Laut Einsatzleiter André Legies von der Feuerwehr Gersdorf war eine Fläche von 2000 Quadratmetern verbrannt. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt. Insgesamt waren nach Angaben von Legies rund 250 Feuerwehrleute im Einsatz. (fp/jl/nikm/mpf/aed/dha)

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