Zoff in der Sachsen-Koalition wegen Nord Stream 2

Vize Wolfram Günther wirft Regierungschef Kretschmer vor, mit seiner Forderung nach Pipeline-Weiterbau zur "Legitimation menschenrechtswidriges Handeln der russischen Regierung" beizutragen.

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1515 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    cn3boj00
    19.09.2020

    @klapa, kann ich leider nicht lesen. Aus meiner eigenen Anschauung aus 20 Jahren Landwirtschaft, neben der ich wohne, kann ich das aber nicht bestätigen, und es liegt sicher nicht an der Person Günthers.
    Das ändert aber nichts daran, dass die Grünen eben leider bei vielen guten Ansätzen keine schlüssigen Lösungen bieten können, sondern nur politisch amputierte. Was aber kein Grund für Beleidigungen sein sollte.

  • 3
    0
    klapa
    19.09.2020

    Meynhard, was nicht passt, wird mit den entsprechenden Mitteln von den entsprechenden Leuten passend gemacht.

    Hat sich in der Geschichte immer bewährt.

    Deutlicher kann man das auch als Verfälschung bzw. Verdrehung von Tatsacchen bezeichnen.

  • 7
    0
    Hirtensang
    19.09.2020

    Mir fehlen nicht die Worte, aber es wäre unhöflich diese, die mir zu Herrn Günther Ansichten einfallen, hier im Forum zu äußern. Es ist aber offensichtlich, dass sich die "Grünen" in Vorbereitung der Bundestagswahl den Transatlantikern der CDU als koalitionsfähig erweisen wollen. Außerdem bezweifele ich, dass die Energiebilanzen (Bedarf und Angebot) für die nächsten Jahrzehnte stimmig sind.

  • 8
    0
    meynhard
    19.09.2020

    Das ich nochmal den MP gut finde hätte ich auch nicht geträumt.
    Vielleicht hat er sich deshalb mit so geistigen Zwergen umgeben um etwas im Licht zu glänzen.
    Den sogenannten Giftanschlag finde ich höchst eigenartig, von wem auch immer inszeniert. Da passt so vieles nicht.
    Ein Projekt zur Energieversorgung deshalb in Frage zu stellen spricht allerdings Bände.
    So dämlich kann man Eigentlich gar nicht sein, in Sachsen schafft es man damit sogar in einen Ministersessel. Kannste Dir nicht ausdenken.

  • 8
    2
    Hankman
    18.09.2020

    Ich nehme es Herrn Günther und den anderen deutschen Grünen-Politikern, die sich gerade so kollektiv gegen Nord Stream 2 in die Brust werfen, nicht ab, dass es ihnen dabei um die Menschenrechte geht. Dass Erdgas zur Energieversorgung verfeuert wird, geht ihnen mit Blick auf die Klimakrise gegen den Strich. Sie wollen so bald wie möglich raus aus der Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen. Das ist ein legitimes Anliegen. Aber wenn es darum geht, sollte man das klar benennen. Das Reden über Menschenrechte und Demokratie in Russland halte ich in diesem Zusammenhang für scheinheilig.

    Und eines ist auch klar: Etwa 90 Prozent des Erdgases, das über Nord Stream 2 nach Deutschland fließt, würden gar nicht hier verbraucht, sondern nach Westen und Süden in Nachbarländer geleitet. Der deutsche Bedarf wird vor allem aus Pipelines aus Norwegen und Russland (dort unter anderem durch Nord Stream 1) gedeckt. Wenn man jetzt Nord Stream 2 kurz vor der Fertigstellung abbläst, hätten Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Großbritannien, Frankreich und Russland, die auf unterschiedliche Weise an dem Projekt beteiligt sind, sinnlos Milliarden in der Ostsee versenkt. Sie könnten an den deutschen Staat, der nicht beteiligt ist, Regressforderungen stellen. Wenn sie damit durchkommen, müssten diese aus Steuergeldern beglichen werden. Das sollte man auch bedenken. Man kann auch einfach Nord Stream 2 zu Ende bauen - und unabhängig davon darüber reden, wie viel Erdgas und Erdöl man noch aus Russland beziehen will. Und dabei bitte klar sagen, ob es dabei um einen neuen Energiemix oder die Menschenrechte geht.

  • 7
    2
    Malleo
    18.09.2020

    Wie war das gleich?
    Hirn und Darm sehen beim Menschen sehr ähnlich aus.
    Wenn der liebe Gott beim Einbau den Ort verwechselt, kann es passieren, dass in der Folge die Betroffenen "klug sch.....und Sch....reden"

  • 6
    0
    Freigeist14
    18.09.2020

    cn3@ das liegt wohl daran ,daß die "Grünen " im Kern eine West-Partei geblieben sind . Man kann sehr wohl ökologisch bewusst leben und trotzdem diese ehemalige grüne und pazifistische Partei unwählbar finden .

  • 2
    0
    klapa
    18.09.2020

    cn3boj00, vom Sächsischen Bauernverband

    - https://www.saechsische.de/plus/bauern-geben-amt-die-schuld-fuer-weniger-bluehwiesen-5235818.html

  • 12
    1
    cn3boj00
    18.09.2020

    @klapa: woher wissen Sie das mit den Blühwiesen?
    Das Absurde an der Diskussion ist ja, dass es nicht um russisches Erdgas an sich geht, sondern nur um die Pipeline. Wir kaufen weiter Gas, aber lassen es nicht durch eine Leitung laufen in die wir schon ein paar Millionen investiert haben.
    Dass Herr Günther in das übliche undurchdachte Dagegen-Sein verfällt, wie so oft wenn die Grünen nicht zu Ende denken, ist bedauerlich. Ich dachte Leute aus dem Osten haben da mehr Weitblick.

  • 23
    4
    censor
    18.09.2020

    klapa - Lieber einen Ort im Grünen als einen Grünen im Ort. ;-)

  • 26
    3
    klapa
    18.09.2020

    Zustimmung, censor.

    Hinzu kommt, dass ihm die sächsischen Landwirte nicht über den Weg trauen. Es gibt weniger Blühwiesen in Sachsen und viel Landwirte bangen um ihre Existenz.

    Also muss er sich anderweitig zu profilieren versuchen. Dass er sich da ausgerechnet mit dem MP anlegt, ist auch ein Zeichen, dass er seine Position überschätzt.

    Risiken müsste er eigentlich als Anwalt abschätzen können.

  • 29
    2
    censor
    18.09.2020

    Als deutscher Politiker gegen Nordstream II zu sein, ist aus meiner Sicht nicht nachzuvollziehen.

    Welche plausiblen Gründe kann man gegen eine saubere, kontinuierliche, sichere und preiswerte Direktversorgung mit hocheffizienter Energie haben?

    Wie kann man überteuertes, unökologisch gewonnenes und aufwändig zu transportierendes amerikanisches Fracking-Gas dem vorziehen?

    Wer so denkt, betreibt das Werk fremder Interessen im eigenen Land und gehört in kein politisches Amt.

  • 22
    6
    klapa
    18.09.2020

    Wer in dieser Frage nicht mit dem MP übereinstimmt, sollte doch einfach sein Amt zur Verfügung stellen.

  • 26
    3
    franzudo2013
    18.09.2020

    Oh Gott. Mit was will Herr Günther seine Energiewende machen, wenn nicht mit russischem Gas?
    Ich haette auch nichts gegen polnische Steinkohle, aber ob das Herrn Günther gefällt?

  • 23
    2
    420
    18.09.2020

    Ja Mann stellt ein Milliarden Projekt einfach so ein echt schlau.