Gorbatschow: Der Kalte Krieg ist noch nicht überwunden

Moskau (dpa) - Der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow ruft zu Anstrengungen auf, das neue Zerwürfnis zwischen Russland und dem Westen zu überwinden.

«Der Kalte Krieg ist nicht verschwunden. Er hat sich nur in der Intensität geändert.» Das sagte der 89-jährige Friedensnobelpreisträger bei der Vorstellung seines neuen Buchs am Donnerstag in Moskau. Man müsse sich dafür einsetzen, dass es nicht noch mehr Rückschläge für den Frieden gibt. In dem Buch plädiert er dafür, Russland nicht zu isolieren.

Gorbatschow stand von 1985 bis 1991 an der Spitze der Sowjetunion. Seine Reformen halfen, den Kalten Krieg zu beenden, die Konfrontation zwischen den kommunistischen und den kapitalistischen Staaten. In dem bislang nur auf Russisch erschienenen Buch erinnert Gorbatschow an seine Treffen mit den US-Präsidenten Ronald Reagan und George Bush, mit Kanzler Helmut Kohl, der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und anderen Politikern.

Wegen seines Alters tritt Gorbatschow nur noch selten öffentlich auf. Er hat aber in den vergangenen Jahren mehrfach vor den Gefahren eines neuen atomaren Wettrüstens gewarnt.

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4Kommentare
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    Freigeist14
    14.09.2018

    Nixnuzz@ richtig,Gorbatschow hat sich eindeutig geäußert . Nur wird das im Werte-Westen lieber am Rande erwähnt. Wenn er sich gegen Putin positioniert hätte - "Gorbi,Gorbi !" - Grußadressen würde es sogar von den Grünen geben .

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    Nixnuzz
    14.09.2018

    @Freigeist14: "..im Westen nicht mehr interviewt oder eingeladen.// Artikel: "89jährig: Wegen seines Alters tritt Gorbatschow nur noch selten öffentlich auf. " Manches scheint vielleicht an der Konstitution liegen, warum so wenig von ihm zu sehen oder zu hören ist. Soweit ich mich an die letzten Berichte erinnere, hat er sehr deutlich zu den Handlungen des Westens Stellung genommen.

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    Freigeist14
    14.09.2018

    Es ist auch ein Stück weit Verbitterung bei Gorbatschow ,weil seine Politik des Wandels ,der vertrauensvollen Aufgabe sowjetischer /russischer Interessen in Mitteleuropa ,im Westen und der NATO nur als Schwäche angesehen wurde . Die NATO rückte trotz eindeutiger Versprechen bis an die russische Grenze vor. Aus Gutem Grund wird Gorbatschow als Gestalter der Perestroika und Abwickler der Sowjetunion im Westen nicht mehr interviewt oder eingeladen. Er würde sonst so manche vom Westen gestrickte Legende widerlegen.

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    Interessierte
    14.09.2018

    Das fängt wohl erst einmal so richtig an , 28 Jahre nach 28Jahren ...



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