Machtkampf in Venezuela: Maduro warnt vor Bürgerkrieg

Bis zum Wochenende haben Deutschland und sechs weitere EU-Staaten dem venezolanischen Staatschef Maduro Zeit gelassen, um Neuwahlen auszurufen. Dieser warnt lieber vor einem Bürgerkrieg.

13Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Freigeist14
    03.02.2019

    acals@ Sie schreiben von ausländischen Kriegszügen Russlands und Chinas . Ohne Beispiele muss ich das auch als plumpe FakeNews einordnen . Wessen Propaganda - Auftrag erfüllen Sie hier ?

  • 1
    2
    Freigeist14
    03.02.2019

    Hankman@ Sie haben recht . Das System Maduro baute und funktioniert leider nur mit Korruption . Versuche,mit Subventionen gegenzusteuern ließ den Schwarzmarkt Richtung Kolumbien blühen . Aber die Generalabrechnung der Gegner mit den üblichen Politbüro-Vokabular verkennt völlig die Umstände der Reconquista der weißen Oberschicht in Südamerika . Embargopolitik und Konteneinfrierungen kann man ignorieren um die alten Machtstrukturen herbei zujubeln. Natürlich wegen Demokratie und Menschenrechten im Land mit den höchsten Öl-Vorräten in der Welt .

  • 2
    0
    cuzco6170
    03.02.2019

    Richtig es ist viel komplexer.
    Aber: Eines steht fest. Das Land steht wirtschaftlich schlechter da als vor Chavez. Weil eben das umverteilen zu den Armen eben nicht zu einer lebendigen Wirtschaft führte das den Menschen Lohn und Arbeit gibt, sondern zu einer Mentalität die oft dem Regalo( dem Geschenk) Vorrang einräumt.
    Es ist eigentlich egal wer dieses System stürzt., die Amerikaner, die Russen oder die Portugiesen, meinetwegen auch Mickey Mouse-wIchtig ist das ein Neustart kommt.
    Diese Loosnes noch zu verteidigen dafür fehlt mir jedes Verständnis.
    3 Mio Menschen sind auf der Flucht. Denen und jenen die im Land blieben muss geholfen werden.

  • 3
    3
    Hankman
    03.02.2019

    @Freigeist14: Stimmt, das mit dem "Machthaber" ist mir auch aufgefallen. Der Begriff ist in Bezug auf Venezuela erst Ende der Woche aufgetaucht. Vorher war die Rede vom "gewählten Präsidenten Maduro" und vom "selbsternannten Präsidenten Guaido". Inzwischen heißt es "Machthaber" und "Interimspräsident". Das nennt man Framing. Wertungen werden über Begriffe transportiert und suggeriert.

    Was den Konflikt an sich betrifft: Das ist wieder so einer, wo man ganz schwer für eine Seite Partei ergreifen kann. Als Chavez noch lebte, haben die Amerikaner sowie rechte Kräfte in Venezuela alles versucht, um ihn zu stürzen. Hat nicht geklappt. Nun, da sich die wirtschaftlichen Pprobleme potenziert haben, wittert man Morgenluft. Nein, es geht nicht um Freiheit oder Demokratie. Es geht um Rohstoffe und Geostrategie. Wenn es den USA um Freiheit und Demokratie ginge, müssten sie auch demokratische Kräfte in den Golf-Diktaturen unterstützen. Aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls: Maduro hat die Verfassung gebrochen, Guaido tut es auch. Eine verfahrene Kiste.

    Immerhin: Unter Chavez ging es zum ersten Mal den Armen des Landes besser, weil es eine Umverteilung zu ihren Gunsten gab. Das hätte vielleicht auch noch eine Weile funktioniert, aber der Absturz der Ölpreise (das Land hängt von den Ölexporten ab!), Korruption und Misswirtschaft haben dem Land wirtschaftlich den Garaus gemacht. Und @acals und @franzudo2013: Ich glaube nicht, dass man im Falle Venezuela von Sozialismus sprechen kann (von Kommunismus schon gar nicht - den gab es bisher nur als Ideologie, nicht als Praxis). Auch wenn es in Venezuela staatssozialistische Elemente gibt und Umverteilung. Die "Systemfrage" bringt uns hier nicht weiter. Es ist viel komplexer.

  • 3
    3
    Freigeist14
    03.02.2019

    Die Sofa-Kapitalisten können sich gern in bemühtem Hohn üben . Hier war die Rede von einer UN-Analyse und das miese Spiel der Boulevard-Presse. Niemand bestreitet die katastrophale Fehlentwicklungen in Venezuela . Was unter Hugo Chavez begann war die Hoffnung für Millionen von Indigenen in Südamerika . Der Sündenfall,die Verstaatlichungen der Petrol-Chemie rief selbstverständlich die USA und Verbündete auf den Plan. Schon Obama erklärte darauf Venezuela als eine "Gefahr für die eigene Sicherheit" . Und seit dieser Zeit wird dem Land zugesetzt . Wer das bestreitet ,lügt sich selber seinem konservativen Weltbild in die Tasche. Für Maduro gibt es keine Zukunft . Dafür ist zu viel geschehen. Aber ein von der USA aufoktroyierter Regierungswechsel ist fatal und beide Seiten sind zum äußersten bereit . Ein Bürgerkrieg könnte die Folge sein . Wer im Ernst glaubt,der USA und Verbündete ginge es um Demokratie und Menschenrechte .sollte sich fragen , warum z.B. der Diktator Assisi in Ägypten mit Willkür und Armut , vom Werte-Westen in Ruhe gelassen wird . Im Gegenteil : Herr Altmaier ist unterwegs dorthin,um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu forcieren .

  • 3
    3
    cuzco6170
    03.02.2019

    @Freigeist14 hat sicher nie seine Fuss nach Venezuela gesetzt.
    Das Desaster war schon unter Chavez absehbar. Stupide Enteignungen, kaputtmachen der heimischen Industrie , regulierte Preise, kaputtsparen der PDVSA ( der staatlichen Erdölgesellschaft).
    Alles absehbar und schlimmer gekommen als man erwarten konnte.

    Ausserdem die Sanktionen zielten schon früher nur auf Personen der Administration und nicht auf Güter und Medikamente.
    Das zu behaupten ist kompletter Unsinn.

  • 3
    4
    acals
    03.02.2019

    Die Ursache für den Mangel an Allem, auch Arznei, ist der sozialistischen Misswirtschaft zuzuschreiben, denn diese kann per Definition nicht die grundlegendsten Bedürfnisse befriedigen. Das hat auch Egon Krenz begriffen.
    Begreifen tun dies auch die Einwohner von Venezuela - die (wer kann) in Schaaren das Land verlassen.

    Schuld einer Embargopolitik zuzuweisen bewegt sich auf dem Niveau zu sagen das der Wohlstand in der DDR deswegen nicht da war, weil es zuwenig Westpakte gab. (Obwohl das schon Charme hat, die Formulierung. Honni und Margot haben ja für Kind und Kegel auch nur Westware in Wandlitz bezogen.)

    Wo sind denn nun Russland und China? Was liefern denn diese Freunde?
    Geht ausserhalb Spionagetechnik und Waffen noch was? Also auf dem Hinweg. Was auf dem Rückweg mitgenommen wird ist klar - Putin braucht das für seine Soldaten auf ihren ausländischen Kriegszügen; anders würden die auch das Elend was sie anrichten nicht ertragen können.


    Denn nachfolgenden Link kann man auch "ohne Worte geniessen". Niemand wundert, dass selbst russische Botschaften an solchen Machenschaften beteiligt sind. Es verwundert nicht .- weil der Präsident dieses Landes seine ganz eigene Meinung zur Volksgesundheit seiner Schäfchen hat, schickt er doch ganze Truppenteile gedopter zu Olympischen Spielen. Wie könnte er als nur ansatzweise in Venezuela helfen, nur auf den Gedanken kommen?

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kokain-russische-seeleute-hatten-rauschgift-im-wert-von-1-5-milliarden-dollar-an-bord-a-1251305.html

  • 3
    2
    franzudo2013
    02.02.2019

    Freigeist, sehen Sie es ein, Kommunismus funktioniert nirgendwo. Weder in Venezuela noch in Korea.
    Sie werden immer Schuldige finden, es liegt aber an der Idee.

  • 5
    4
    Freigeist14
    02.02.2019

    Die heutige Titelseite des transatlantischen Revolverblattes "BILD" zeigt eine rührselige Überschrift über die armen Kinder in Venezuela ,die keine Medikamente (Insulin) bekommen ..... Dabei ist der Mangel an Medikamenten eine nachweisliche (!) Folge der Sanktionsmaßnahmen der westlichen Staaten .Das beweist und analysiert der UN-Sondergesandte Alfred de Zayas in seinem Bericht über Venezuela : "Die Auswirkungen der von den US-Präsidenten Obama und Trump verhängten Sanktionen und die einseitigen Maßnahmen Kanadas und der EU haben den Mangel an Medikamenten wie Insulin und antriretroviralen Medikamenten direkt und indirekt verschärft."

  • 4
    5
    Freigeist14
    02.02.2019

    Ach, jetzt wird Maduro nur noch "Machthaber " genannt . Wer "Präsident "genannt wird, bestimmen schließlich Deutsche Presseagenturen .Der "Machthaber" im Washington soll doch auch nicht ganz lupenrein ins Amt gekommen sein (?) Die von Pence erdachte , und von der Marionette Guaidó ausgerufene Großdemonstration sucht die Konfrontation. Das Drehbuch vom "Maidan" in Kiew soll eine Fortsetzung bekommen .

  • 2
    5
    Tokru
    02.02.2019

    Und schwupps ist das Bild getauscht.

  • 4
    3
    Tokru
    01.02.2019

    Die macht der Bilder.

  • 4
    7
    Freigeist14
    01.02.2019

    Was für ein rührendes Foto der DPA . Das ist bestimmt ein ganz guter Vati .Nun aber Platz ,Herr Maduro !



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...