Hartes Training, viel Kommunikation beim FCE

Der FC Erzgebirge Aue tritt am Sonntag in Kiel erstmals unter Trainer Dirk Schuster an. Trotz der kurzen Zeit hat sich mit dem Neuen bereits etwas geändert.

Aue.

Eine Veränderung hat die Mannschaft vom FC Erzgebirge Aue nach fünf Tagen unter dem neuen Trainer Dirk Schuster bereits zu spüren bekommen. "Der eine oder andere muss nach dem Training öfter mal in die Eistonne. Das ist ganz anders als vorher, aber auch gut so. Denn am Ende des Tages wird harte Arbeit auch belohnt", sagte FCE- Offensivkraft Dimitrij Nazarov.

Der aserbaidschanische Nationalspieler war am Freitag gut gelaunt und zu Scherzen aufgelegt: "Man kennt Dirk Schuster natürlich auch als Spieler. Ich habe schon einige Geschichten gehört und bin froh, dass er im Training nicht mitspielt - sonst müsste man die Schienbeinschoner anziehen." Der Chefcoach selbst fand vor seinem Debüt als FCE-Trainer am Sonntag (13.30 Uhr) bei Holstein Kiel lobende Worte für die Auer Profis. "Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, die sehr charakterstark und wissbegierig ist", erklärte Schuster. "Wir werden die letzten Einheiten nutzen, damit wir die intensive Trainingswoche mit einem Erfolg in Kiel krönen können."

Dank sieben Punkten nach vier Zweitligaspielen ist die Situation aktuell komfortabel. Das gilt auch für die Personallage. Außer dem Langzeitverletzten Malcolm Cacutalua stehen Schuster alle Mann zur Verfügung. Mit welchem System der gebürtige Karl-Marx-Städter seine Schützlinge in Norddeutschland auf den Rasen schickt, ließ der 51-Jährige offen. "Seit dem Trainer Domenico Tedesco hat Erzgebirge Aue im spielerischen Bereich einen Riesensprung nach vorn gemacht. Die Nachfolger haben das fortgesetzt. Das wollen wir weiterhin sehen. Es gilt die gesunde Balance zu finden, zwischen einer gut organisierten Defensivarbeit und dem Mut, nach vorn zu spielen."

Die Veilchen hatten unter Schusters Vorgänger Daniel Meyer und Interimstrainer Marc Hensel allein in dieser Saison bereits mit einer Dreier-, Vierer- und Fünferkette verteidigt. "Wir sind im stetigen Austausch im Trainerteam und auch mit der Mannschaft. Wir müssen ein Gefühl entwickeln, womit sich das Team wohlfühlt", sagte Schuster. Um ein anderes Thema zu besprechen, war vor der langen Auswärtsreise nach Kiel keine Zeit: der Mannschaftsrat. "Martin Männel bleibt Kapitän", stellte Schuster aber klar.

Bevor der neue Trainer und das Team zwei Wochen - ohne Pflicht-, aber mit einem Testspiel gegen Auerbach - Zeit haben, um intensiver miteinander zu arbeiten, steht die schwere Aufgabe in Kiel an. Vergangene Saison hatten die Erzgebirger ein 1:5 an der Ostsee kassiert. "Da haben wir schön auf die Mütze bekommen. Wir haben einiges wiedergutzumachen", meinte Nazarov. Dass eine gelungene Premiere für Schuster zu lockereren Trainings führt, darf bezweifelt werden.sesi

Transfers Der FCE leiht die Jungprofis Paul Horschig und Niklas Jeck für eine Saison an den Regionalligisten VfB Auerbach aus.

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