Sieg zum Jubiläum: Dresden ringt Sandhausen nieder

Für Fußball-Ästheten war nicht viel geboten, auch Torchancen waren Mangelware. Letztlich siegen die Dresdner nicht unverdient, weil sie ihre wenigen Chancen konsequent nutzten.

Dresden (dpa/sn) - Die SG Dynamo Dresden hat pünktlich zum Vereins-Jubiläum seine Sieglos-Serie beendet. Dresden Walpurgis gewann am Freitagabend sein 250. Pflichtspiel in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den SV Sandhausen mit 3:1 (2:1) und hält dank des fünften Saisonsiegs mit nun 18 Zählern weiter Anschluss zur Spitzengruppe. Moussa Koné (11.), Aias Aosman (31.) und Rico Benatelli (76.) trafen vor 27 253 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion für das Team von Coach Maik Walpurgis. Andrew Wooten (22.) traf zur Freude der 37 mitgereisten Sandhäuser Fans zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

«Jeder Sieg ist wichtig. Aber ich verstehe nicht, warum wir es immer so spannend machen müssen. Wir haben den Gegner komplett im Griff. Wir müssen souveräner auftreten, das passt mir noch nicht. So kann das nicht weitergehen», sagte Patrick Ebert und fand trotz des Erfolges mahnende Worte.

Nach zuletzt vier sieglosen Spielen sollten im eigenen Stadion gegen den wiedererstarkten SVS unbedingt wieder drei Punkte her. Walpurgis veränderte sein Team im Vergleich zum hart umkämpften Remis der Vorwoche bei Union Berlin auf zwei Positionen. Baris Atik rückte für den Gelb-Rot gesperrten Jannis Nikolaou ins Team, Dario Dumic für den angeschlagenen Brian Hamalainen.

Doch in den ersten 45 Minuten fehlte den Sachsen die Lockerheit in den Aktionen. Quasi mit der ersten Chance des Spiels gingen die Hausherren in Führung. Nach einem langen Ball von Kapitän Marco Hartmann tauchte Dynamos Torjäger Koné plötzlich frei vor Niklas Lomb auf und tunnelte Sandhausens Schlussmann zum 1:0. Für den Senegalesen war es bereits der sechste Saisontreffer und die 17. Torbeteiligung im 27. Pflichtspiel für Dynamo.

Doch auch der Führungstreffer brachte Dresden nicht die gesuchte Ruhe. Im Gegenteil, nun waren die Gäste plötzlich am Drücker und machten die Sachsen in deren eigener Hälfte fest. Dennoch fiel der Sandhäuser Ausgleich eher glücklich, Wooten fälschte einen Schuss von Sturmpartner Fabian Schleusener unhaltbar für Dynamo-Keeper Markus Schubert zu seinem fünften Saisontreffer ab.

Auch im Anschluss waren die Gäste besser. Dynamo leistete sich immer wieder Fehler und ungenaue Zuspiele im Aufbauspiel, hatte dabei Glück, dass ein fahrlässiger Ballverlust von Aosman durch Wooten (30.) nicht ausgenutzt wurde. Im Gegenzug reichte dafür nur eine Minute später eine Chance für die erneute Dresdner Führung. Atik legte für Aosman auf, der seinen dritten Saisontreffer erzielte.

Auch im zweiten Durchgang waren beide Teams zunächst vor allem darauf bedacht, die eigene Fehlerquote so gering wie möglich zu halten. Bei gegnerischem Ballbesitz zog sich die verteidigende Mannschaft jeweils weit vor den eigenen Strafraum zurück und wartete auf die Balleroberung, um das eigene Glück in schnellen Tempogegenstößen zu suchen. Die Folge war eine chancenarme zweite Halbzeit, die einzig aufgrund des knappen Vorsprungs noch Spannung bot. Benatellis erster Saisontreffer entschied die Partie rund 15 Minuten vor Abpfiff.

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