Zwickau beendet Heimfluch

Letztes Heimspiel im Jahr, erster Heimsieg seit dem 11. August. Der FSV bezwingt die SG Sonnenhof Großaspach mit 3:0 (1:0) und verschafft sich etwas Luft im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga.

Der FSV Zwickau kann daheim noch gewinnen. Knapp vier Monate nach dem 1:0-Sieg gegen Fortuna Köln verabschiedeten sich die Westsachsen mit einem 3:0-Triumph gegen die SG Sonnenhof Großaspach von ihrem Publikum bis zum Wiedersehen im neuen Jahr. Mit viel Leidenschaft verdiente sich die Elf von Joe Enochs den im Abstiegskampf enorm wichtigen Sieg und kletterte in der Tabelle mit nunmehr 22 Zählern auf Rang elf der Drittligatabelle.

Vor der Partie gab es zunächst eine Hiobsbotschaft für den Gastgeber. Kapitän Toni Wachsmuth hatte kurzfristig einen Rückschlag erlitten und war wegen eines Magen-Darm-Infektes nicht einsatzfähig. Coach Enochs entschied sich für Davy Frick als Abwehrchef in der Zentrale, wählte eine Dreierkette in der taktischen Ausrichtung.

Schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff und giftiges Zweikampfverhalten - mit diesen Schwerpunkten hatte sich sein Team im Wochentraining auf das Duell gegen den Tabellennachbarn vorbereitet. "Wir wollen mutig spielen", lautete Enochs Forderung. Und seine Mannschaft hielt Wort. Auch ohne die stimmgewaltige Unterstützung aus dem Stehplatz-Fanblock in den ersten Minuten (Transparent: "Fußball gehört den Fans") übernahmen die Zwickauer das Heft des Handelns und kamen einige Male vors Tor der Schwaben. Im Abschluss haperte es allerdings zunächst.

In der 26. Minute änderte sich das. Nach einer Flanke von René Lange reagierte Julius Reinhardt am schnellsten und drückte eine Kopfballverlängerung selbst mit dem Haupt aus Nahdistanz über die Linie: Das 1:0 war verdient und sorgte für etwas mehr Stimmung auf den mit 3679 Zuschauern besetzten Rängen. Mit der Führung im Rücken bot sich dem FSV die eine oder andere Konterchance. Doch Christian Bickel oder Lion Lauberbach blieben im Torabschluss erfolglos.

Bereits nach der Pause hätte der FSV vor den Augen von Zwickaus Ex-Trainer Torsten Ziegner die Weichen auf Sieg stellen können. Morris Schröter setzte sich auf dem rechten Flügel gut durch, zielte aber mit dem linken Fuß über das Gehäuse. Großaspach, der selbsternannte Dorfverein, agierte offensiv selten gefährlich. Einmal musste Brinkies bei einem scharfen Freistoß von Sebastian Bösel sein Können aufbieten. Im Gegenzug verpasste Nico Antonitsch aus bester Position die 2:0-Führung. So blieb es spannend. Den Zwickauern merkte man an, dass sie diesen Sieg im letzten Heimspiel des Jahres unbedingt einfahren wollten. So lauerte Abwehrhüne Antonitsch weiter vor dem gegnerischen Kasten und belohnte sich dafür. Nach einer Ecke staubte der Österreicher ab und jubelte anschließend mit den Teamgefährten. Danach spielte Zwickau das 2:0 souverän runter. Torschütze Reinhardt fing sich noch die fünfte Gelbe Karte ein und wird am Samstag in Münster fehlen. Den Schlusspunkt setzte Ronny König mit dem 3:0 nach feiner Vorarbeit des eingewechselten Tarsis Bonga.

Statistik FSV: Brinkies - Barylla, Frick (V), Antonitsch - Schröter, Reinhardt (77. Sorge), Lange - Könnecke - Bickel (84. Hoffmann), König, Lauberbach (73. Bonga/V). SG: Broll - Choroba, Leist, Gehring (V), Burger - Dem, Bösel (V) - Hercher, Binakaj (64. Owusu), Baku (72. Fehr) - Röttger (82. Vitzthum). Schiedsrichter: Wollenweber (Mönchengladbach); Zuschauer: 3679; Tore: 1:0 Reinhardt (26.), 2:0 Antonitsch (66.), 3:0 König (80.).

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