Zwickau gewinnt 2:1 gegen Cottbus

2:1 gegen Cottbus, drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge der 3. Liga: Nach dem Derbysieg war in Zwickau die Erleichterung zum Greifen.

Glückselig klatschende Spieler vor den Fans, auf Rang 13 der Tabelle geklettert und 37 Punkte auf der Habenseite: Der FSV Zwickau hat sich mit einem wichtigen 2:1-Sieg im Abstiegskrimi gegen Cottbus etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Einzig die verbalen Attacken der Gäste auf Schiri Justus Zorn nach dem Abpfiff trübten das Bild einer Partie, bei der freilich viel auf dem Spiel stand.

Doch der Reihe nach: Im Vergleich zum letzten Punktspiel in Aalen (1:1) tauschte Enochs auf zwei Positionen und setzte auf eine Dreier-Abwehrkette: Nico Antonitsch erhielt den Vorzug gegenüber Anthony Barylla. Und für den in der Woche mit Leistenproblemen kämpfenden René Lange stürmte Lion Lauberbach von Beginn an. Die Zwickauer ließen zunächst Zweifel aufkommen, dass sie die positive Statistik der gewonnenen Heimspiele gegen die Lausitzer fortsetzen wollten. Cottbus erwischte den besseren Start, ohne zwingende Torchancen zu kreieren. Vom Zwickauer Fanblock wurde dies ohne Gestik wahrgenommen. Nach 15 Minuten Boykott gegen die Montagsspiele (Plakat: "TV-Diktatur abschaffen") meldete sich der Anhang mit den gewohnten Gesängen zu Wort.

Die FSV-Profis kamen fortan dennoch kaum besser ins Spiel. Gefährlich wurde es vornehmlich nach Freistößen von der linken Seite. Der stämmige FCE-Abwehrmann José Matuwila kümmerte sich bei Standards um FSV-Torjäger Ronny König. Den Zwickauern war in dieser Phase mehr anzumerken, was Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz vor der Partie so umschrieben hatte: "Es geht für beide Mannschaften um viel."

Bezeichnend für die ersten 30 Minuten der Partie, sorgte ein ruhender Ball für die 1:0-Führung der Gastgeber. Nach einem Eckball von Nils Miatke schraubte sich Toni Wachsmuth in die Höhe und köpfte das Leder ins linke Dreiangel. Es war das achte Saisontor des FSV-Kapitäns. Sechsmal hatte der 32-Jährige bereits vom Elfmeterpunkt getroffen. Beim Gang in die Kabine gaben einige Energie-Profis und "Pele" Wollitz Schiedsrichter Justus Zorn noch ein paar Worte mit auf den Weg. Die Gäste waren der Meinung, dass Keeper Kevin Rauhut bei der Ecke behindert wurde.

Die Zwickauer ließen sich in der Kabine viel Zeit. Offenbar erinnerten sich die Westsachsen daran, dass sie schon im Hinspiel eine 1:0-Führung in Cottbus vergeigt hatten, was nicht noch einmal passieren sollte. Nach einer Stunde Spielzeit mussten die Zwickauer auch mächtig bangen, als FCE-Torjäger Streli Mamba zweimal beste Einschussmöglichkeiten versiebte.

Doch auf der anderen Seite hätte König, der mit einem Distanzschuss scheiterte, für das 2:0 sorgen können. So blieb es zunächst weiter spannend. Bis die 69. Minute hereinbrach und eine lange Geschichte ihr Happy-End bekam: Lion Lauberbach erzielte mit links sein erstes Punktspieltor im FSV-Trikot, nachdem der 1,90 Meter lange Stürmer schon oft nah dran war an seinem ersten Treffer. Oft war "Laube", wie er von den Mitspielern genannt wird, zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt worden. Doch
diesmal glückte ihm der Premierentreffer. Vielleicht einer der wichtigsten für ihn - und auch für den FSV Zwickau.

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