Hockey bei Kindern immer beliebter

Der Postsportverein ist im Jugendbereich fast an der Kapazitätsgrenze. Die gute Arbeit wird jetzt durch den Verband honoriert.

Die Hockeymannschaften des Postsportvereins (PSV) Chemnitz bereiten sich derzeit auf die Hallensaison vor. Insgesamt neun Teams - sieben Nachwuchs- sowie eine Frauen- und Männermannschaft - werden in den kommenden Wochen unterm Dach um Punkte kämpfen. Ein Teil des Nachwuchses hat jüngst noch einmal seine Form getestet. Auf dem Terra-Nova-Campus fand ein Turnier für Mädchen der U 10 und U 12 statt. "Dort konnten wir gegen Vereine spielen, auf die wir in der Meisterschaft nicht treffen", sagte Stephan Lippmann, Trainer und Mitorganisator des PSV. Der Wettbewerb hatte sogar internationales Flair, da eine Auswahl von Slavia Prag dabei war.

Der Hockey-Abteilung des PSV gehören derzeit 150 Mitglieder an. "Dazu gehören fast 90 Kinder und Jugendliche", sagt Lippmann. Damit sei die Kapazitätsgrenze nahezu erreicht. Denn auch in die Gewinnung von Trainern und Übungsleitern habe man in den zurückliegenden Monaten viel investieren müssen.

Beim jüngsten Turnier belegte die U 10 des PSV nur den fünften Platz. "Das ist aber keine Überraschung. Die Mannschaft befindet sich im Aufbau. Die meisten Spielerinnen kommen von Schul-Arbeitsgemeinschaften", sagt der Coach. Überhaupt spielen die Schulen bei der Nachwuchsgewinnung eine große Rolle. "Seit drei Jahren gibt es durch junge Leute, die bei uns im Verein ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren, eine Hockey-AG. Das Ganze wird über einen Förderverein finanziert", sagt Lippmann. An acht Schulen im Stadtgebiet habe man solche Arbeitsgemeinschaften ins Leben gerufen.

Was die Punktspiele betrifft, so gibt es für den Nachwuchs in Sachsen keine eigene Meisterrunde. "Die sächsischen Teams spielen zusammen mit den Clubs aus Thüringen und Sachsen-Anhalt in der Mitteldeutschen Liga", so der Trainer. Den bisher größten Erfolg gab es vor zwei Jahren. "Da haben die Mädchen des Jahrganges 2001/2002 die Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft erreicht", sagt Lippmann. Dass seit Jahren eine gute Nachwuchsarbeit geleistet wird, beweist außerdem, dass aktuell mit Clara Herklotz, Olivia Beyer, Eva Hallbauer und Lucy Scheibner vier Spielerinnen der mitteldeutschen U-16-Auswahl angehören.

Und das hervorragende Engagement hat sich bis zum Deutschen Hockey-Bund herumgesprochen. "Wir bekommen in diesem Jahr das ,Goldene Feld' für den Verein mit der besten Nachwuchsarbeit verliehen. Kriterien sind unter anderem die Durchführung und Kooperation mit Schul-AGs oder die Trainersituation. Damit wird auch unsere ehrenamtliche Arbeit gewürdigt", betonte der Nachwuchs-Coach.

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