Jetziges CFC-Team soll Gerüst für Dritte Liga bilden

Sportdirektor Sobotzik zufolge will der Club im Falle des Aufstiegs einen personellen Umbruch vermeiden. Unterdessen steht der erste Gegner für ein Benefizspiel fest.

Nach dem jüngsten Spielausfall in Auerbach bereitet sich Regio- nalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC auf die nächste Begegnung am Sonntag vor: Dann empfängt die Elf von Trainer David Bergner um 13.30 Uhr im Stadion an der Gellertstraße Germania Halberstadt. Im Gespräch mit der "Freien Presse" äußerte sich CFC-Sportdirektor Thomas Sobotzik zur derzeitigen sportlichen Situation, zu Personalplanungen fürs kommende Spieljahr und zum Nachwuchsleistungszentrum.

Das restliche Spieljahr: Einsam thront der CFC an der Tabellenspitze. Der Vorsprung zu Verfolger Berliner AK beträgt elf Punkte, wobei die Himmelblauen eine Partie weniger ausgetragen haben. Die Regionalmeisterschaft und damit der sport- liche Aufstieg in Liga drei scheinen nur noch Formsache zu sein. Sportdirektor Thomas Sobotzik sieht das anders. "Es ist ein Vorsprung, mehr aber auch nicht. Wir sind gut beraten, weiterhin bodenständig zu bleiben, und müssen versuchen, uns von Spiel zu Spiel zu verbessern. Wir alle sollten uns noch keine Gedanken ums Große und Ganze machen", sagt Sobotzik. "Unser Fokus liegt einzig und allein auf der nächsten Begegnung gegen Halberstadt", ergänzt der 44-Jährige.

Die Planungen für nächste Saison: Obwohl man sich beim CFC mit Aussagen zum Thema Aufstieg noch zurückhält, laufen erste Vorbereitungen auf die zu erwartende Rückkehr in den Profifußball. "Wir müssen uns mit beiden Szenarien beschäftigen", sagt Sobotzik. Fest stehe, dass die jetzige Mannschaft das Gerüst für die Dritte Liga bilden würde. "Natürlich wird es auch Verstärkungen geben, aber keinen personellen Umbruch wie im Sommer 2018. Schließlich haben 18 Spieler einen gültigen Vertrag für die kommende Saison", erklärt der frühere Erstligaprofi.

Der Vertrag des Cheftrainers: Im Gegensatz zu den meisten Spielern läuft der Kontrakt von Trainer David Bergner nach dieser Saison aus. Wie der Sportdirektor betont, seien beide Seiten an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert: "Wir führen sehr gute Gespräche mit David Bergner und gehen davon aus, in Kürze die Verlängerung seines Vertrags verkünden zu können."

Die geplanten Benefizspiele. Ende vergangenen Jahres hatte Sobotzik auf Anfrage der "Freien Presse" angekündigt, zur Schließung der Etatlücke auch "ein bis zwei Benefizspiele" im Frühjahr 2019 zu veranstalten. Wie ist der Stand der Dinge? "Wir haben die Zusagen von Grashoppers Zürich, gegen die wir bereits im Winter- trainingslager in der Türkei gespielt haben, und von einem deutschen Erstligaclub", berichtet der gebürtige Pole, der den Namen des Bundes- ligavereins noch nicht verraten will. Problematisch sei allerdings, Termine zu finden, zumal der CFC noch zwei Regionalligaspiele beim BFC Dynamo und in Auerbach nachholen muss. "Vielleicht verschieben wir die Benefizpartien in die Saisonvorbereitung im Sommer", sagt Sobotzik.

Die Zukunft des Nachwuchsleistungszentrums: Für den Sport- direktor steht fest: "Wir wollen das Nachwuchsleistungszentrum erhalten - und wir werden es erhalten, denn es ist wichtig für die Zukunft des CFC." Damit würde der Club eine Forderung der Stadt erfüllen. Die Kommune will die Stadionpacht des CFC im Falle des Aufstiegs in die Dritte Liga auf dem jetzigen Niveau von rund 190.000 Euro belassen. Bedingung: der Erhalt des Nachwuchsleistungszentrums, "das mit seiner überregionalen Ausstrahlung wichtig für den Sportstandort und für den Breitensport Fußball ist", wie eine Stadtsprecherin am Montag erklärte.

Sie verwies auf einen Beschlussvorschlag, der im Schul- und Sportausschuss am 13. März behandelt wird: Demnach sollen künftig zwei Nachwuchstrainerstellen des CFC gefördert werden. "Die Mittel wurden in den Haushalt des Sportamtes mit der Planung für 2019/2020 eingestellt", hieß es aus dem Rathaus. Die Auszahlung der Förder- gelder sei trotz dessen Insolvenz an den Verein Chemnitzer FC vor- gesehen - unter Auflagen, wie zum Beispiel nach Vorlage entsprechender Personalkostenabrechnungen. "Damit ist sichergestellt, dass die städtischen Mittel ausschließlich für den Förderzweck verwendet werden", so die Sprecherin.

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