Neuzugang vermarktet neues CFC-Stadion

Holger Sokolowski hat seine Arbeit als Teamleiter von Infront aufgenommen. Der Komplettvermarkter des Chemnitzer FC ist gerade dabei, Unternehmen den VIP-Bereich der neuen Arena schmackhaft zu machen.

Fußball-Ikone Günter Netzer hatte der Schalk im Nacken gesessen, als er zum Vermarktungsstart der neuen CFC-Arena in Chemnitz zu Gast war. "Man bezeichnet mich bei Infront als Exekutiv-Direktor. Ich weiß auch nicht, was das ist", witzelte der 70-Jährige. Klarer liegen die Dinge bei Holger Sokolowski. Er ist der neue Teamleiter des CFC-Komplettvermarkters mit Hauptsitz in der Schweiz, der gerade für reichlich eine Milliarde Euro vom chinesischen Mischkonzern Wanda erworben wurde. "Auf das operative Geschäft hat das aber keinen Einfluss", sagt Holger Sokolowski, der mit seinem fünfköpfigen Team gerade ein Büro an der Barbarossastraße bezogen hat.

Der gebürtige Wolfsburger ist im Vermarktungsgeschäft kein heuriger Hase. "Ich habe unter anderem bei Bayer Leverkusen und Hertha BSC gearbeitet", berichtet der 48-Jährige, der als Jugendlicher beim VfL Wolfsburg im Tor stand, seine Laufbahn wegen einer Verletzung jedoch früh beenden musste. Jetzt ist er in Chemnitz und steht vor einer spannenden Aufgabe, wie er betont. Gemeint ist vor allem die Vermarktung des neuen Stadions, "das Maßstäbe in der dritten Liga setzen wird", erklärt Sokolowski. Er könne es kaum erwarten, dass die neue Haupttribüne mit dem hochmodernen VIP-Bereich fertig gestellt ist.

Seit der Veranstaltung mit Günter Netzer Ende Januar sind er und seine Mitstreiter dabei, die Businessplätze, VIP-Räume und Logen an den Mann, sprich an Unternehmen zu bringen. "Wir wollen viele Firmen der Region für das neue Stadion begeistern. Sponsoren des CFC erhalten ein Vorkaufsrecht", sagt Sokolowski, dessen Vorgänger Marco Schäfer die Stadt aus privaten Gründen verlassen hat. Der neue Infront-Teamleiter ist zuversichtlich, dass der VIP-Bereich inklusive Logen auch bei Unternehmen auf großes Interesse stoßen wird, die bisher noch nicht beim CFC engagiert sind. "Firmen können die VIP-Bereiche nutzen, um bei den Heimspielen Kunden einzuladen und neue Kontakte zu knüpfen." Als eine der großen Aufgaben bezeichnet er die Suche nach einem Namenssponsor für die Arena. "Noch während der Saison 2015/16 soll der gefunden werden", sagt Sokolowski, der in Chemnitz schnell heimisch geworden ist. "Hier lässt es sich gut leben."

VIP-Bereich Neunzehn 66 - für 5000 Euro pro Saison

Zwei Personen können sich zum Paketpreis von 5000 Euro pro Saison im VIP-Bereich Neunzehn 66, benannt nach dem Gründungsjahr des FC Karl-Marx-Stadt, tummeln. Ihnen stehen reservierte Hochsitz-Tische sowie zwei Business-Seats (Ledersessel) auf der Tribüne zur Verfügung, warmes und kaltes Buffet inklusive. Das preiswerteste Saisonticket (1899 Euro) für jeweils eine Person wird für den VIP-Bereich Achtzehn 99 verkauft, frei nach dem Gründungsjahr des SC Britannia -mit Stehplatztisch, warmem und kaltem Buffet sowie einem Business-Seat.

VIP-Bereich Neunzehn 90 - für 11.200 Euro pro Saison

Vier Business-Plätze der besten Kategorie auf der Haupttribüne werden im VIP-Bereich Neunzehn 90 geboten - benannt nach dem Jahr, in dem der himmelblaue Club vom FC Karl-Marx-Stadt zum Chemnitzer FC wurde. Im Inneren steht ein reservierter Tisch in unmittelbarer Nähe zu den Business-Seats bereit. Wie in den anderen Bereichen auch, wird nach dem Spiel die Pressekonferenz mit den beiden Trainern auf Groß- bildschirmen übertragen. Für den Bereich 1990 sind pro Saison 11.200 Euro zu berappen - ein reichhaltiges Catering inbegriffen.

Business-Lounge - für 14.000 Euro pro Saison

Unternehmen, die sich für ein Spieljahres-Ticket in der Business-Lounge für 14.000 Euro entscheiden, erhalten unter anderem vier Business-Seats, einen reservierten Tisch und ein "exklusives Premium-Catering", sprich lukullische Angebote vom Feinsten. Kontakte mit anderen Sponsoren können laut Vermarkter Infront in ruhigem und privatem Ambiente geknüpft werden. Eine zusätzliche Leistung für Nutzer der Business Lounge besteht darin, dass einmal im Jahr eine mietfreie Veranstaltung des jeweiligen Unternehmens im Stadion durchgeführt werden kann.

Logenbereich - für 40.000 Euro pro Saison

Die Logen im neuen Stadion erfüllen laut Infront höchste Ansprüche. Für 40.000 Euro pro Spielserie steht dem Käufer eine Loge für zehn Personen sowie die selbe Anzahl an Außenplätzen direkt davor zur Verfügung. Bei kaltem Wetter kann die Partie von innen verfolgt werden - es gibt freie Sicht aufs Spielfeld. Die Nutzer werden individuell bewirtet. Zudem wird ein Vormietrecht für eine Loge bei Partien außerhalb der Meisterschaft, z. B. im DFB-Pokal, eingeräumt.

(Entwürfe: Haus E Bilder beispielhafte Computeranimation)

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