Niners lassen auch gegen Erzrivale Jena nichts anbrennen

Die Chemnitzer Korbjäger haben das Top-Spiel der 2. Bundesliga am Sonntagabend letztlich klar für sich entschieden und mit 4400 Fans gefeiert. Jetzt wird ein besonderes Basketball-Ereignis in der Messe vorbereitet.

Die Stimmung erinnerte an beste Zeiten in der Hartmannhalle, dem langjährigen "Wohnzimmer" der Chemnitzer Basketballer. "Hey, hey, Spitzenreiter, Spitzenreiter", riefen tausende Fans am gestrigen Sonntagabend. Gerade hatte ihre Mannschaft das 30. Derby gegen Jena mit 90:78 (50:40) gewonnen und gleichzeitig den 300. Zweitligasieg eingefahren. Die Niners ließen am 2. Advent in der Messe auch gegen den Erzrivalen aus Thüringen nichts anbrennen. Damit stellte das Team seine derzeitige Vormachtstellung in der Pro-A-Liga eindrucksvoll unter Beweis.

Mit der letzten Aktion erzielte Centerspieler Robin Lodders seine Punkte Nummer 17 und 18, avancierte damit zum erfolgreichsten Werfer des Tabellenführers. Für Lodders war das nicht so wichtig. "In erster Linie zählt der Derbysieg", sagte der Chemnitzer Korbjäger. Man dürfe nicht vergessen, dass die Mannschaft zuletzt drei Wochen Punktspielpause hatte. Befürchtungen, die zuvor sehr gute Form des Teams könnte während dieser Zeit flöten gehen, bewahrheiteten sich nicht. "Wir sind alle so fokussiert und professionell, dass uns auch eine längere Pause nichts anhaben kann", betonte der 2,05-Meter-Mann.

Die Chemnitzer konnten sich am Sonntagabend schnell eine Führung erarbeiten. Nach gut sechs Minuten stand es 19:9. Der Kreislauf der Niners-Anhänger wurde im weiteren Verlauf aber nicht geschont. Es war immer wieder dasselbe Spiel: Die Gastgeber zogen auf zehn Punkte (oder mehr) davon, postwendend kamen die Thüringer jedoch wieder heran. Einmal sogar bis auf einen Zähler - beim 54:53 in der Anfangsphase des dritten Viertels. Aber auch in solchen Situationen des heißen Duells bewahrten die Schützlinge von Trainer Rodrigo Pastore einen kühlen Kopf, ließen sich nicht aus dem Konzept bringen.

Der Auftritt vor offiziell 4400 Zuschauern begeisterte auch die Vereinspräsidentin. "Ich bin absolut glücklich. Das Spiel hat gezeigt, wie stark unser Team gegenwärtig ist. Die Mannschaft ist nicht nur spielerisch sehr gut, sie kann auch kämpfen", lautete die spontane Analyse von Micaela Schönherr. Einen Niners-Profi herausheben wollte sie nicht. "Das würde ich nur ungern tun, denn es war eine geschlossene Mannschaftsleistung", sagte Schönherr.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Chemnitzer Korbjägern nach dem heißen Tanz gegen Jena nicht. Die vom Fußball bekannten englischen Wochen gibt es schließlich auch im Basketball. Bereits am Mittwochabend müssen die Niners zunächst bei den Artland Dragons in Niedersachsen antreten. Aus Sicht von Robin Lodders ist das kein Problem. "Wir sind das gewöhnt. Es kommt darauf an, vorher gut zu schlafen und zu essen. Am Montag werden Regeneration und Videostudium auf dem Programm stehen", berichtete der 25-Jährige.

Am Sonnabend wartet dann die nächste Heimaufgabe in der Messe gegen die Karlsruhe Lions. Das wird aber längst nicht alles sein: Wie die Niners im Rahmen der Partie gegen Jena bekannt gaben, findet an diesem 14. Dezember ein Doppel- Spieltag mit den Chemcats statt. Ab 15.30 Uhr trifft das Frauenteam in Liga zwei auf Opladen (Nordrhein-Westfalen), um 19 Uhr wollen die Männer gegen Karlsruhe ihre Siegesserie fortsetzen. "Diese Veranstaltung soll im Zeichen der Bewerbung von Chemnitz als europäische Kulturhauptstadt stehen, die durch die Basketballvereine unterstützt wird", kündigte Niners-Vizepräsident Sven Böttger an. Es werde ein Kombi- Ticket angeboten, das den Besuch beider Begegnungen ermöglicht.

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