Niners setzen sich im Topspiel durch

Die Chemnitzer Zweitliga-Basketballer haben Hamburg mit 90:79 geschlagen - und einen Rekord eingestellt.

Erster gegen Zweiter, zwei Kontrahenten, die um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen wollen: Auf dem Papier war das Heimspiel der Niners gegen die Hamburg Towers ein echtes Spitzenspiel. Und tatsächlich war es das auch auf dem Feld - mit dem besseren Ende für die Gastgeber: Die Niners setzten sich am Sonntagabend mit 90:79 (36:47) durch, bleiben damit ungeschlagen und verteidigten die Tabellenführung in der zweiten Basketball-Bundesliga.

Danach hatte es in den ersten 20 Spielminuten allerdings nicht ausgesehen. Während die Chemnitzer zu Spielbeginn zahlreiche Würfe verfehlten, trafen die Gäste aus nahezu allen Positionen den Korb. "Wir haben zu viele offene Würfe zugelassen, Hamburg hat aber auch stark getroffen", bilanzierte Niners-Kapitän Malte Ziegenhagen. Folgerichtig führten die Hanseaten nach sechs Minuten mit 18:10. Der Chemnitzer Trainer Rodrigo Pastore nahm eine Auszeit, die Wende brachte die aber nicht. Stattdessen bauten die Hamburger ihren Vorsprung im zweiten Viertel auf 13 Punkte (25:38) aus.

Auch ins dritte Viertel starteten die Gäste besser. Dann kippte die Partie. Angeführt von einem starken Ivan Elliot, der drei Dreier in Folge traf, kämpften sich die Sachsen heran und schafften die Wende. "Meine Mitspieler haben mich trotz einiger Fehlwürfe immer wieder aufgefordert zu werfen. Und dann hat es auf einmal gepasst", sagte Elliot, der mit 25 Punkten stärkster Werfer der Chemnitzer war.

Angepeitscht von 2512 Zuschauern ließen die Niners im Schlussviertel den Ball laufen und setzten sich entscheidend ab. "Wir haben nach der Halbzeitpause mit mehr Intensität gespielt und so mehr Rebounds in der Defensive erkämpft", erklärte Kapitän Ziegenhagen die Wende zum Erfolg. Ein Trumpf der Chemnitzer war aber auch ihre Ausgeglichenheit und Unberechenbarkeit. Fünf Spieler der Chemnitzer trafen zweistellig, bei Hamburg waren es nur zwei. "Hamburg ist eines der besten Teams der Liga, der Erfolg gibt uns also viel Selbstvertrauen", meinte Ivan Elliot.

Der Sieg bedeutete zugleich die Einstellung eines Rekords. In der Saison 2005/2006 hatten die Niners unter Trainer Torsten Loibl die ersten acht Saisonpartien gewonnen - bisheriger Bestwert. Mit einem Erfolg im Auswärtsspiel in Paderborn am Freitag kann das Pastore-Team einen neuen Rekord aufstellen.

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