Trotz Schmerzen im Knie optimistisch ins Kellerduell

Die Handballfrauen des HV Chemnitz erwarten das Schlusslicht aus Halle. Damit es mit dem zweiten Saisonsieg klappt, will auch eine angeschlagene Leistungsträgerin auf die Zähne beißen.

So ganz einig ist man sich beim HV Chemnitz nicht, wie man das wichtige Spiel am morgigen Sonntag angehen will. Während es in der offiziellen Pressemitteilung des Vereins heißt, das Drittligateam sei gegen den bislang sieglosen Tabellenletzten Halle-Neustadt II "zum Siegen verdammt", will Trainer Thomas Sandner lieber keinen Druck auf seine Spielerinnen aufbauen. "Wir alle wissen, dass es ein wichtiges Spiel ist, aber wir wollen es im Vorfeld nicht überbewerten", sagt der erfahrene Trainer.

Nach dem Auswärtssieg in Ober-Eschbach am ersten Spieltag konnte seine Mannschaft keine Zähler mehr holen, punktgleich mit den Hallenserinnen (zwei Unentschieden bisher) belegt der HVC aktuell den vorletzten Platz der Tabelle. "Wir haben in den vergangenen Spielen immer gut mitgehalten, es am Ende aber nicht über die Zeit gerettet", sagt Sandner. "Das müssen wir am Sonntag besser machen."

Auf eine Spielerin konnte sich der HVC-Trainer in den vergangenen Wochen immer verlassen: Torhüterin Sabrina König spielt eine ganz starke Saison. Ob sie allerdings am Sonntag zwischen den Pfosten stehen kann, ist noch nicht sicher. "Ich habe mich beim letzten Spiel am Knie verletzt, das war richtig schmerzhaft", sagt die 27-Jährige, die aus Penig stammt und beim dortigen TSV mit dem Handballspielen begonnen hat. Später stand sie beim HC Leipzig und auch beim nächsten Gegner Halle-Neustadt im Tor. Auch das ist ein Grund, warum es Sabrina König unbedingt schaffen will, bis zum Sonntag fit zu werden. "Ich bin optimistisch, dass das klappt. Im Training habe ich mich in dieser Woche etwas zurückgehalten, die Schmerzen haben nachgelassen", so die Torhüterin, die in Leipzig lebt und dort als Grundschullehrerin arbeitet.

Seit 2012 spielt sie in Chemnitz, fühlt sich im Verein richtig wohl. Dass sie in dieser Saison zu den absoluten Leistungsträgerinnen gehört, kann sie sich selbst ziemlich leicht erklären. "Dass Thomas Sandner als Trainer zu uns zurückgekehrt ist, war sicherlich ein großer Faktor. Er gibt mir großes Selbstvertrauen, dadurch habe ich den Kopf frei", sagt die Torhüterin. Sollte es bei ihr am Sonntag doch nicht so richtig klappen, steht mit Lilli Slesaczek starker Ersatz parat. "Sie hat in der vergangenen Saison viel gespielt und dort gezeigt, dass sie eine richtig gute Torhüterin ist", sagt Sabrina König. "Wir verstehen uns als Torhüter-Duo sehr gut. Sie ist noch jung und wird ihren Weg gehen."

Egal, wer am Sonntag im Tor steht - die Mannschaft davor muss sich im Gegensatz zu den letzten Spielen steigern. "Die Mädels arbeiten konzentriert und mit viel Ehrgeiz daran, dass besonders unsere Angriffe besser werden", sagt Coach Thomas Sandner. "Dieser Trainingsfleiß wird sich auszahlen. Am besten schon im nächsten Heimspiel." Sabrina König jedenfalls ist davon überzeugt, dass es gegen Halle mit dem zweiten Saisonsieg klappt. Ihren Beitrag dazu will sie leisten - auch wenn es ab und zu vielleicht im Knie zwickt.

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