Wilde Hatz auf harten Reifen

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Immer besser in Fahrt kommen Bernd Knüpfer und sein Co-Pilot Daniel Herzig aus Neukirchen. Zuletzt raste das Duo in Weida zum Klassensieg.

Neukirchen.

Offenbar nicht nur in der Formel 1 kann die Reifenwahl über Sieg und Niederlage entscheiden. Ein gutes Händchen bei dieser Entscheidung haben auch Bernd Knüpfer und sein Co-Pilot Daniel Herzig bewiesen, die bei der Osterburg-Rallye rund um Weida das beste Ergebnis für den MC Grünhain beisteuerten: Dank extra harter Reifen - passend für den brütend heißen Tag - rauschten der Postbote aus Greiz und sein Beifahrer aus Neukirchen im Opel Astra OPC in der Zwei-Liter-Klasse zum Sieg und in der Gesamtwertung auf Platz 8.

Nicht ganz neu waren die Reifen, aber dafür knochenhart, wie Herzig verriet. Die "Schuhe" erwiesen sich als perfekte Wahl. Nach 32 Prüfungskilometern hatten Knüpfer und Herzig die Konkurrenz in ihrer Klasse - stark besetzt mit 17 Teams - deutlich distanziert. Auf den Klassenzweiten, Sebastian Schmidt aus Bayern, fuhren sie fast sagenhafte 22,7 Sekunden heraus. Die Dominanz deutete sich früh an. Bereits nach der ersten Prüfung betrug der Vorsprung 9 Sekunden. Trotz fehlerfreier Fahrt war der Ritt auf heißem Asphalt alles andere als ein Selbstläufer. Auf der Etappe 3/6 etwa blieb Vorsicht geboten, um die Reifen zu schonen - insbesondere bei einem tückischen Rechtsknick am Schieferberg.

Es ging alles gut - anders als noch zum Saisonstart bei einem Lauf zum Schotter-Cup in Wittenberg. "Durch einen Kabelbruch machte die elektronische Lenkung schlapp", berichtet Herzig. Für den Neukirchener und seinen Piloten sollte es danach bei der Roland-Rallye noch schlimmer kommen: Nach vier von sechs Prüfungen fiel das Duo in Führung liegend aus. Schuld war ein Defekt in der Motorelektrik. Bei der Rallye Erzgebirge sowie bei der Sachsen-Hatz indes wechselte Herzig die Seiten und war mit Lebensgefährtin Linda Apfelstädt als WP-Leiter außerhalb des Cockpits im Einsatz. Bei der Fontane-Rallye in Neuruppin aber ging es wieder rein ins Auto - Klassensieg. Der Triumph in Weida rundet den Aufwärtstrend ab. Wobei jetzt erst einmal Sommerpause ist. Im September stehen dann drei Rallyes im Kalender: in Bad Schmiedeberg, Grünhain und an der Ostsee. Zum Finale warten im November die große Hatz in der Lausitz und das Havelland. "Es kommt also noch viel auf uns zu. Und wir lassen uns überraschen, wie es läuft", so Herzig.

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