Der Traum könnte Wirklichkeit werden

Als Außenseiter waren die B-Junioren des VfB Auerbach in die Relegationsspiele um den Aufstieg in die Fußball-Regionalligagegangen. Nach dem Hinspiel gegen die Füchse Berlin haben sich die Vorzeichen jedoch gedreht.

Auerbach.

Die B-Junioren des VfB Auerbach haben am Sonntag vor 421 Zuschauern das erste von zwei Relegationsspielen zum Aufstieg in die Fußball-Regionalliga gegen die Füchse Berlin mit 3:0 (0:0) gewonnen. Vor dem Spiel ehrte Hermann Pezenka vom Sächsischen Fußballverband die Spieler und das Trainerteam für die errungene Landesmeisterschaft. Dies war der erste Höhepunkt eines wahren Fußballfestes auf dem Waldsportplatz Beerheide. Die tolle Kulisse und die Ehrung spornten die Vogtländer zusätzlich an, gegen den hohen Favoriten aus der Hauptstadt alles zu geben.

Die Füchse, robuster als die Gastgeber, wollten in den Anfangsminuten mit Tempospiel und körperlicher Präsenz den VfB beeindrucken, was aber nur knapp zehn Minuten gelang. Dann fand Auerbach immer besser ins Spiel. Letztendlich siegte die taktische Marschroute von VfB-Trainer Toni Seidel und eine Klasseleistung seiner Mannschaft. Mitte der ersten Halbzeit hatte Auerbach drei Großchancen. Einmal gehalten, einmal knapp vorbei und einmal Latte bewahrten die Berliner vor einem Rückstand. Größter Unruhestifter war Yannic Voigt, der an vielen Aktionen beteiligt war. Die Auerbacher Abwehr stand souverän und verteidigte mit viel Herz und Kampfgeist. Alles was trotzdem aufs Tor kam, wurde eine sichere Beute von Jan Denschel. So ging es torlos in die Pause.

Nach der Halbzeit dominierten kurzzeitig die Gäste, ehe Auerbach wieder besser ins Spiel kam. Der VfB spielte weiterhin taktisch sehr diszipliniert. Veit Kramer, Moritz Seidel und Maximilian Meinel nahmen den Berliner Spielmacher aus dem Rennen. Nach einer Stunde nutzte Jonas Unger dann einen guten Auerbacher Spielzug zur verdienten Führung. Toni Seidel hätte zu diesem Zeitpunkt einen 1:0-Sieg sofort unterschrieben. Kurze Zeit später stand ein Berliner völlig frei vor Denschel, doch der blieb Sieger. Hatte der VfB in der Schlussphase seine Konter nicht gut ausgespielt, machten es Luca Bodenbinder und Stiev Glaß in der Nachspielzeit mit ihren beiden Toren besser. Mit dem 3:0 haben sich die Vogtländer den Traum von der Regionalliga bewahrt und könnten ihn am Sonntag in Berlin Wirklichkeit werden lassen.

Überglücklich fasste Toni Seidel zusammen: "Es war ein hochverdienter Sieg. Das 1:0 fiel im richtigen Moment. Wir waren in der Defensive überragend. Ich bin sehr zufrieden, mit welchem Willen und Kampfgeist die Mannschaft agiert hat. Es war eine super Mannschaftsleistung. Manchmal waren wir etwas zu nervös, was verständlich ist. Einige Konter haben wir schlecht gespielt, aber das Ende war genial."

Der Trainer sieht jetzt gute Chancen für das Rückspiel am Sonntag, 12 Uhr in Berlin. "Wir dürfen uns vom Erfolg nicht blenden lassen. Berlin hat hier etwas enttäuscht. Daheim müssen sie kommen und das Spiel machen. Wir sind immer für ein Kontertor gut. Unser Ergebnis war das Optimum. Hauptsache kein Gegentor zulassen. Wir wollen uns in Berlin nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. In Berlin ist viel Leidenschaft gefragt. 80 Minuten plus kämpfen für den Erfolg. Es wäre Wahnsinn." Ein Fan-Bus wird die Auerbacher nach Berlin begleiten und sie unterstützen.

Statistik Auerbach: Denschel - Leidel, Todt, Voigt, A. Kramer, Glaß, Vogel, Seidel, Unger, V. Kramer (80.+2 Müller), Meinel (79. Bodenbinder). Tore: 1:0 Unger (60.), 2:0 Bodenbinder (80.+2), 3:0 Glaß (80.+4). Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula). Zuschauer: 421

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