Gelingt Einheit die Befreiung?

In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga wartet auf Plauen ein Kellerduell. Oberlosa muss beim Tabellenführer ran.

Plauen.

Vier Mal in Folge hat der SV 04 Oberlosa zuletzt in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga gewonnen und zeigt damit nach einer schwachen Hinrunde einen Aufwärtstrend. Der HC Einheit Plauen verlor in der Vorwoche knapp in Delitzsch, könnte sich mit einem Sieg im Kellerduell gegen Aschersleben aber ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen.

HC Einheit Plauen - HC Aschersleben: Klassenerhalt ist das Saisonziel beider Teams. Der Tabellenzehnte HC Einheit (14:20 Punkte) verpasste mit einem 24:25 beim Zweiten Concordia Delitzsch knapp eine Überraschung. Der Tabellenzwölfte Aschersleben (11:23 Punkte) musste sich auch erst in den letzten Minuten beim Favoriten SV 04 Oberlosa mit 25:27 geschlagen geben.

Das Aufeinandertreffen am Samstag, Anwurf ist 16 Uhr in der Plauener Einheit-Arena, ist besonders brisant. Bei einem Heimsieg könnten die Plauener vor der zweiwöchigen Oberliga Spielpause den Abstand zu den Abstiegsrängen komfortabel auf fünf Punkte ausbauen.

Auch die direkten Vergleiche könnten wichtig werden. Da hat der HC Einheit in der Hinrunde mit dem 34:25-Auswärtssieg vorgelegt. Zudem sollte die starke Leistung in Delitzsch dem Team den nötigen Schub geben, nach vier sieglosen Spielen endlich doppelt zu punkten.

HCE Trainer Jan Richter: "In Delitzsch stand unsere Defensive. Zudem beeindruckte auch unsere Trefferquote den Favoriten, der in den entscheidenden Momenten aber cleverer agierte. Aschersleben ist stärker, als ihr Punktekonto das aussagt. Wir müssen auf der starken Leistung von Delitzsch aufbauen. Obwohl die Spielweise von Aschersleben uns liegt, wird das Spiel lange ausgeglichen sein. Ich denke, am Ende wird die Qualität bei der Chancennutzung das Spiel entscheiden. Ich hoffe, da sind wir stärker. Jeder muss auch bereit sein, dort alles zu geben, wo es wehtut. Ein Heimproblem haben wir nicht, auch wenn wir zuletzt zweimal enttäuschten. Andererseits haben wir zu Hause die Spitzenteams aus Delitzsch, Pirna und Blankenburg besiegt".

Vier Heimsiege, ein Remis und nur ein 34:28-Auswärtssieg in Köthen, sowie die meisten Gegentore aller Teams ist die aus Gästesicht nicht zufriedenstellende Bilanz des Teams von Trainer Dmitri Filippov. Doch zuletzt gegen Oberlosa war der Trainer mehr als zufrieden und jubelte: "Heute ziehe ich den Hut vor meinem Team". Aus Sicht des HC Einheit ist zu wünschen, dass Filippov nur eine Woche später und wieder in Plauen dieses Statement über sein Team nicht wiederholt.

HC Burgenland - SV 04 Oberlosa: Als Außenseiter geht es zum Spitzenreiter. Doch chancenlos ist der SV 04 Oberlosa (20:14 Punkte) zu ungewohnter Anwurfzeit am Sonntag um 17 Uhr in Naumburg nicht. Denn der Tabellenführer HC Burgenland (27:7 Punkte) gewann zwar genau wie Oberlosa zuletzt viermal in Folge. Nach ihrem Traumstart mit 15:1 Punkten mussten die Naumburger jedoch Federn lassen. Trainer Steffen Baumgart musste eine ganze Armada namhafter Akteure verletzungsbedingt ersetzen. Am Saisonziel "Aufstieg in die 3. Bundesliga" hielt Burgenland dennoch fest.

"Mit den beiden ehemaligen Leipzigern Sascha Meiner und Georg Eulitz gewannen die Burgenländer noch einmal an Qualität", schätzt der Oberlosa Abteilungsleiter Rico Michel ein. Und Anfang des Jahres wurden mit dem ehemaligen Hermsdorfer Tobias Högl und dem ehemaligen Oberlosaer Mike Anlauf noch zwei weitere Routiniers dazu geholt. Mittlerweile hat sich die Baumgart-Sieben wieder stabilisiert.

Mit 486 Toren stellt der HCB den besten Angriff der Liga. Doch die Plauener wollen sich in Naumburg nicht verstecken. "Wir haben beim 27:25-Sieg gegen Aschersleben unsere beiden Gesichter gezeigt. Wenn wir unsere Torabschlüsse konzentriert zu Ende bringen, ist vielleicht was drin in Naumburg", so Trainer Petr Hazl. Oberlosa hat nur vier von neun Spielen auswärts verloren. Zugleich aber plagen die Vogtländer auch in dieser Woche personelle Sorgen. Louis Hertel und Karel Kveton fallen verletzt aus. Jakub Kolomaznik ist stark angeschlagen. Der Einsatz des erkrankten Philip Trommer-Ernst ist ebenso ungewiss.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.