Hammerbrücker feiern ihren Berglandlauf-Geburtstag

Zum 40. Mal wird am Samstag das große Teilnehmerfeld auf die reizvolle Schleife durch die obervogtländischen Wälder geschickt. Fürs Jubiläum haben sich die Verantwortlichen der TSG Bau eine Menge einfallen lassen.

Hammerbrücke.

Schon allein für den Siegerpokal lohnt es, sich beim 40. Hammerbrücker Berglandlauf am Samstag zu quälen. "Wir haben unseren Ortsnamen dieses Jahr einmal wörtlich genommen. Die Sieger erhalten einen Hammer, der in einer Brücke steckt. Die Pokale haben wir von der Tischlerei Albert herstellen lassen. Überhaupt wollen wir es zum Jubiläum richtig krachen lassen!", wirbt Organisationschef Arne Stützner von der TSG Bau Hammerbrücke für den Traditionslauf. Dieser ist zugleich die vorletzte Station der diesjährigen Vogtland-Cup-Serie.

Mit dem "Krachenlassen" dürfte Stützner schon mal die Atmosphäre beim Start auf dem Hammerbrücker Sportplatz gemeint haben. Wo sonst Musik aus der Konserve mehr oder weniger nur als Hintergrundgeräusch wahrgenommen wird, bläst diesmal der Schalmeienzug aus Falkenstein den Sportlern, Betreuern, Eltern und Zaungästen den Marsch. Das wird schon ordentlich laut, aber es geht noch ein bisschen krachiger. "Den Startschuss geben wir dieses Jahr mit einer Feldkanone, die uns die Schützengilde aus Schöneck zur Verfügung stellt", kündigt Arne Stützner an.

Und weil nicht jeder Läufer einen Siegerpokal erhalten kann, sich aber noch möglichst lange an den Jubiläumslauf und die netten Hammerbrücker Gastgeber erinnern soll, ist Sorge getragen, dass keiner der Aktiven mit leeren Händen nach Hause geht. Stützner: "Für die Kinder haben wir kleine Rucksäcke besorgt, außerdem gibt es extra Finisher- T-Shirts."

Das war's aber noch lange nicht mit dem festlichen Rahmen. Wohl ständig dicht umlagert vor allem von den Hammerbrücker Stammgästen wird eine Fotoausstellung über die 39 bisherigen Sommerberglandläufe sein, die im Sportlerheim aufgebaut wurde. "Werner Hunger, Rainer Thonfeld und Wolfgang Riedel haben hunderte Bilder, aber auch andere Dokumente aus den 39 Jahren zusammengetragen", schildert Arne Stützner, der sich selbst auf einem der Fotos als kleiner Steppke wiederentdeckte.

Die ersten Besucher der Ausstellung können dort bereits am Freitagabend auf Entdeckungstour gehen. Aus Anlass des Jubiläums gibt es am Abend eine kleine Festveranstaltung im Sportlerheim. Dort wird im Beisein zahlreicher Ehrengäste, die sich angesagt haben, Rückschau gehalten und die Gelegenheit genutzt, diejenigen zu würdigen, die in all den Jahren besonders eng mit dem Traditionslauf verbunden sind. Das gilt zum Beispiel auch für die Stammgäste auf den Laufstrecken. Allen voran Erhard Mocka vom SV Blau-Weiß Auerbach, der bei 36 der bisherigen 39 Berglandläufe am Start war, so oft wie kein anderer Sportler. Ihm wenig nach stehen zum Beispiel Mockas Auerbacher Vereinschef Werner Fankhänel und dessen Stellvertreterin Kathrin Kosche, die Klingenthaler Karl Mönnig und Anja Jakob oder Angela Frisch vom ESV Lok Adorf.

Große Zugnummer in Hammerbrücke ist alle Jahre eine Tombola auf die Startnummern. Im Vorjahr hielten die völlig durchnässten Teilnehmer selbst im strömenden Regen tapfer aus, um ja nicht zu verpassen, ob sie einen der Preise abgefasst haben. "Dieses Jahr haben wir da noch mal zugelegt und dank unserer Sponsoren viele richtig gute Gewinne in der Lostrommel", wirbt Arne Stützner.

Höher, weiter, schneller lautet dieses Jahr auch das Motto beim Angebot für Kinder. Die Hüpfburg, die seit einigen Jahren zum Austoben einlädt, ist im 40. Jahr ebenfalls besonders groß ausgefallen - vier mal zwölf Meter lauten ihre Maße.

Besonders freuen würde es Arne Stützner und sein Team, wenn dem Jubiläumslauf auch ein dem Anlass entsprechend großes Teilnehmerfeld beschieden sein würde. Die Vorzeichen stehen schon mal gut. "Wir haben deutlich mehr Voranmeldungen als voriges Jahr. Wenn wir die knapp 250 Teilnehmer von 2018 toppen könnten, würden wir uns sehr freuen", sagt Stützner.

Los geht es wie gewohnt mit den Jüngsten, den Hammerbrücker Thierbergstrolchen. Die werden 14Uhr auf die Sportplatzrunde über 400 Meter geschickt. 14.30 Uhr geht das Feld dann mit Kanonendonner auf die Strecken von einer Meile, 5, 7, 14 oder 21 Kilometer. Nachmeldungen werden am Samstag an Start und Ziel im begrenzten Umfang bis 13.30 Uhr angenommen.

Bewertung des Artikels: Ø 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...