Landesklasse-Teams nicht zu stoppen

Mit den Zwischenrunden B und C ist am Wochenende das Hallenfußballturnier um den Pokal der "Freien Presse" fortgesetzt worden. Vier Vogtlandligisten strichen die Segel.

Plauen.

Der VfB Mühltroff, der VfB Plauen Nord, der SV Merkur Oelsnitz und die SG Jößnitz zogen am Wochenende in die Endrunde des Hallenturniers des Vogtländischen Fußball-Verbandes um den Pokal der "Freien Presse" ein. Die hatten am Donnerstag bereits der SC Syrau und der Leubnitzer SV erreicht. Die letzten beiden Finalisten werden am Samstag, ab 15 Uhr in der Einheit-Arena in der Zwischenrunde D ermittelt. Dort treffen der 1. FC Rodewisch, ESV Lok Plauen, FC Werda, Reichenbacher FC, die SG Unterlosa und der SSV Bad Brambach aufeinander. Das Finale folgt am 19. Januar, 13 Uhr in der Einheit-Arena.

Nach drei Zwischenrunden und den acht Vorrunden zählte der Vogtländische Fußball-Verband bereits 3401 Zuschauer, die bisher 816 Tore erlebten. Vergangenes Jahr verfolgten insgesamt 4600 Zuschauer die Turnierspiele.

Das Niveau der Zwischenrunde B ließ am Samstag vor 390 Zuschauern sehr zu wünschen übrig. Die Turnierleitung zählte in 15 Begegnungen 32 Berührungen der Hallendecke. Enttäuschend war das Auftreten der drei Vogtlandligisten. Weder der VfB Auerbach II noch der SV Schreiersgrün oder der SV Grün-Weiß Wernesgrün konnten spielerisch überzeugen. Zu oft wurde der Ball aus dem eigenen Strafraum nur nach vorn geschlagen. Wernesgrün agierte wie in der Vorrunde mit dem äußerst offensiv spielenden Torwart Pöhner. Doch was dort noch zum Weiterkommen reichte, war für den Einzug in die Finalrunde zu wenig.

Schreiersgrüns Landmesser war fünfmal erfolgreich, zu mehr als einem Sieg reichte es für seine Mannschaft jedoch nicht. Das Landesklasse-Team des VfB Mühltroff gewann alle fünf Partien. Doch nur beim 5:1 über Wernesgrün und dem 3:0 gegen Weischlitz agierte es souverän. Gegen Weischlitz gelang Ottiger das 700. Tor des Wettbewerbs. Die anderen drei Erfolge waren knapp und resultierten zumeist aus der aggressiven Spielweise des VfB.

Etwas überraschend, aber verdient sicherte sich der VfB Plauen Nord den zweiten Platz. Er gewann das Duell zweier Vogtlandklasse-Teams gegen Weischlitz 4:1. Nach der turbulenten 1:2-Niederlage gegen Mühltroff mit insgesamt drei Zeitstrafen wurde Wernesgrün 6:0 überrannt. Als auch noch Schreiersgrün mit 2:0 besiegt war, stand das Tor zur Endrunde ganz weit offen. Gegen den VfB Auerbach II hätte Nord sogar mit vier Toren Abstand verlieren können. Das 2:2 sicherte den Auerbachern den dritten Platz. Hinter Wernesgrün und Schreiersgrün musste sich Weischlitz mit dem letzten Platz begnügen. Nach der Auftaktniederlage gegen Nord wurde zwar Schreiersgrün 5:3 besiegt, aber in den folgenden drei Partien hatte Weischlitz keine Chance auf einen weiteren Punkt.

Der SV Merkur Oelsnitz und die SG Jößnitz haben sich am Sonntag vor 509 Zuschauern in der Plauener Sporthalle an der Wieprechtstraße die Endrundentickets gesichert. Das Landesklasse-Team aus Oelsnitz gewann alle fünf Partien. Im ersten Match traf es gegen Jößnitz auf mächtig Gegenwehr. Nie im Rückstand, kassierten die Oelsnitzer in Unterzahl das 3:3 in der vorletzten Minute, um durch Hofmann acht Sekunden vor dem Ende doch das Siegtor zu schießen. Hofmann mit sechs Treffern und Zenner mit fünf waren die besten Torschützen der Oelsnitzer. Nach dem deutlichen 4:1 über Stahlbau Plauen reichte es gegen Concordia Plauen zu einem knappen 3:2. Als Lengenfeld 4:0 besiegt wurde, war das Weiterkommen klar. Ein ungefährdetes 3:0 über Treuen macht die Oelsnitzer zu einem Endrundenfavoriten.

Die Jößnitzer zeigten sich von der Auftaktniederlage schnell erholt und besiegten Treuen im Duell zweier Vogtlandligisten 4:1. Der Treuener Weiß musste wegen Meckerns knapp 90 Sekunden vor dem Ende auf die Strafbank. Hirsch machte danach alles klar. Mit seinen Toren gegen Lengenfeld und Stahlbau Plauen schraubte er sein Konto auf 15 Treffer. Gestern traf er allein achtmal in der Zwischenrunde.

Der hoch gehandelte Vogtlandliga-Spitzenreiter Treuen startete mit einem 4:1 über Lengenfeld. Nach der Niederlage gegen Jößnitz verlor Treuen aber auch gegen Stahlbau (3:4). Bei Stand von 3:1 musste Mierendorf für zwei Minuten vom Feld. Beranek und Bär trafen in Überzahl zum Ausgleich. Treuens Dolle wurde wegen Zeitspiels auf die Strafbank geschickt, und Stahlbau machte alles klar. Beim 4:3 über Concordia erhöhte Dolle sein Torkonto an diesem Tag auf sechs. Sein Tor zum 4:1 war der 800. Turniertreffer.

Vogtlandklasse-Vertreter Stahlbau verpasste die Chance auf das Weiterkommen im 0:3 verlorenen Duell mit Jößnitz. Während Lengenfeld mit zwei Siegen den fünften Platz belegte, ging Concordia - beide ebenfalls aus der Vogtlandklasse - fünfmal als Verlierer vom Feld. Ein kurioses Eigentor unterlief Concordias spielendem Torwart Glauß. Sein scharfer Schuss an des Gegners Pfosten rollte durch die gesamte Halle ins eigene Netz.

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