Neu-Markneukirchener Fulai braucht nur 22 Sekunden zu seinem Sieg

Die Ringer des AV Germania Markneukirchen überrollen Potsdam 36:3. Im letzten Auswärtskampf wartet nun das Derby bei Pausa/Plauen.

Markneukirchen.

Der AV Germania Markneukirchen ließ am Samstagabend im vorletzten Heimkampf der Regionalliga Mitteldeutschland gegen den RC Germania Potsdam beim 36:3 noch einmal die Muskeln spielen, bevor es kommende Woche beim Vogtlandderby in Pausa noch einmal ein schweres Stück Arbeit für den ungeschlagenen Tabellenführer geben dürfte.

Schon an der Waage war dem Trainergespann Backhaus/Schubert klar, dass es nur eine Frage nach der Höhe des Sieges werden dürfte, denn bei den Potsdamern fehlten gleich mehrere Spitzenringer. So wurde es ein recht kurzer Kampfabend. Acht Duelle endeten mit einem vorzeitigen Sieg der Germania-Ringer. "Einzig Marco Stoll musste gegen den international erfahrenen Moldawier Radu Cataraga eine 7:20-Punktniederlage hinnehmen. Cataraga hat bislang nur einmal verloren, alle weiteren Kämpfe meist vorzeitig gewonnen", lobte Andy Schubert den Neu-Markneukirchener Stoll. "In der Vorwoche haben wir ihn nach einer Verletzung noch geschont. Doch jetzt war er wieder voller Tatendrang am Start", zollte Mannschaftsleiter Jörg Guttmann dem jungen Ringer, der 2020 zu den Junioren aufrückt, Respekt.

Nachdem Germania-Papiergewichtler Valerij Borgoiakov den jungen Serhat Erol nach einer Serie von Würfen und Aktionen im Bodenkampf beim Stand von 20:0 geschultert hatte, trat Griechisch-Römisch-Spezialist Ricardo Melz im Freistil gegen Markneukirchens Lukasz Dublinowski an. Beim 0:16 nach nur 2:11 Minuten war der WM-Dritte der Junioren von 2007, der auch als Trainer des RC Germania Potsdam fungiert, chancenlos. Auswahlringer Alexander Biederstädt musste in den sauren Apfel beißen und als Freistil-Ass im griechisch-römischen Stil kämpfen. Friedrich Fouda spielte seine Stärken in dieser Stilart aus und hatte bereits nach 80 Sekunden 16:0 Punkte zusammen, die zum Abbruchsieg führten.

Roman Walter hatte gegen Justin Schlosser nicht viel Widerstand zu brechen. Auch er benötigte nur eine Minute und 43 Sekunden zum vorzeitigen 16:0-Überlegenheitssieg.

Nach der Niederlage von Marco Stoll lag Markneukirchen bereits zur Pause klar 16:3 in Führung. Nach Wiederbeginn punktete Julian Gebhard seinen Gegner Paul Riess in nur 47 Sekunden 16:0 aus. Noch kürzer machte es René Roth, der für seine vier Mannschaftspunkte gar nicht erst schwitzen musste, denn die Potsdamer hatten in seinem Limit keinen Gegner mitgebracht. Dann kam der ungarische Zugang Bence Fulai nach auskurierter Knieverletzung endlich einmal zum Zuge. Und wie: Nach nur 22 Sekunden hatte er 16:0 Punkte gegen Chris Militzer zusammen.

Da wollten auch die beiden Markneukirchener Schlussringer nicht zurückstehen, die das Weltergewicht besetzen. Serjan Simonyan machte gegen Samad Abdursakov kurzen Prozeß und schulterte den Potsdamer nach 37 Sekunden. Für die Germania-Fans ist der Auftritt des Eigengewächses Justin Müller immer ein besonderer Leckerbissen. Auch am Samstag wurde es beim letzten Duell des Abends besonders laut. Jubel nach nur einer Minute, die Müller benötigte, um seinen Gegner Leo Guthke auf beide Schultern zu drücken. "Jetzt werden wir vor dem Vogtlandderby noch einmal tief Luft holen, denn in Pausa wartet noch einmal ein starker Gegner auf uns, der in der Rückrunde ebenfalls noch keinen Kampf verloren hat", hakt Trainer André Backhaus den Kampf gegen Potsdam ab.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...