Turn-Asse holen Gold und Silber

Nach langer Pause gab es für den TV 1840 Falkenstein wieder einmal Edelmetall bei der Sachsenmeisterschaft. Für Leonie Netzsch aus Netzschkau kam das überraschend, für ihre Trainerin eher nicht.

Falkenstein.

Die Freude über Gold stand Leonie Netzsch auch am Mittwoch beim Training in der Falkensteiner Turnhalle am Rathaus noch ins Gesicht geschrieben. "Es war ein sehr schönes Gefühl, als Siegerin auf dem Podest zu stehen", erzählte die 14-jährige Netzschkauerin. Bei der Sachsenmeisterschaft wenige Tage zuvor in Chemnitz hatte aber auch ihr gleichaltriger Vereinskamerad Colin Kratzer Grund zur Freude. Der Schreiersgrüner gewann Silber im Mehrkampf und gab zu: "Ich hatte nicht damit gerechnet."

Für den TV 1840 Falkenstein, bei dem die beiden jungen Turn-Asse jeweils schon seit gut zehn Jahren trainieren, ging damit eine längere Medaillenflaute bei den Landesmeisterschaften zu Ende. Das ist insofern erstaunlich, da der Verein in diesem Jahr sogar noch weitere Medaillenanwärterinnen am Start hatte, die jedoch nach unfreiwilligen Abgängen am Schwebebalken ihre Hoffnungen begraben mussten.

Für Leonie Netzsch dagegen lief es zum Saisonhöhepunkt wie am Schnürchen, sodass in der Leistungsklasse 3 der Altersklasse 14/15 nach Silber bei der Bezirksmeisterschaft der Titel auf Landesebene heraussprang. "Das kam für mich echt überraschend", sagt die Achtklässlerin, die am Reichenbacher Goethe-Gymnasium lernt. Ihre Trainerin Mandy Klessing hatte ihr die Medaille dagegen von Beginn an zugetraut: "Mir war klar, dass sie es aufs Podest schaffen kann, wenn sie ihre Übungen gut durchturnt."

Die junge Turnerin, die in den ersten Jahren unter der Anleitung von Birgit Schädlich trainiert hatte, belohnte sich damit auch für ihren langen Atem. Denn in den Vorjahren hatte sie den Podestplatz als Vierte, Fünfte oder Sechste jeweils knapp verpasst. Inzwischen geht der Blick bei Leonie Netzsch, die zweimal in der Woche trainiert und mit der Frauen-Riege der SG Jößnitz in der Landesliga turnt, schon wieder voraus. Sie strebt den Sprung in die Leistungsklasse 2 an und will sich an neuen Elementen probieren.

Auch Colin Kratzer hat nicht vor, sich auf seinem bisher größten Erfolg auszuruhen. Der Schützling von Trainer Matthias Ernst, der zuvor bei Daniel Schädlich trainiert hatte, will nächstes Jahr in der Leistungsklasse 3 starten. Dafür nimmt er auch in Zukunft gerne die zusätzlichen Trainingseinheiten in der starken Männer-Gruppe der SG Tobertitz unter der Leitung von Uwe Wetstein wahr. "Ich mache das jetzt seit einem Jahr und habe in der Zeit viel dazugelernt", sagt der Achtklässler der Geschwister-Scholl-Oberschule, der seine Stärken vor allem am Barren und an den Ringen hat und einst durch seine Schwester Ann-Katrin zum Turnen fand.

Aktuell sieht sich der TV 1840 Falkenstein gut aufgestellt. "Wir haben sehr viel Zulauf bei den Kleinen und ein gutes Niveau bei unseren Wettkampfturnern", sagt Mandy Klessing, die gemeinsam mit Sabrina Eberlein, Birgit Schädlich, Barbara Korner und Matthias Ernst das Training und die Übungsstunden leitet. Die nächsten Wettkampf- höhepunkte im Vogtland stehen mit den Vogtlandspielen Mitte Juni und dem neu aufgelegten Falkensteiner Pokalturnen im September an.

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