Zwei Unterklassige sind garantiert weiter

31 Spiele der ersten Runde um den Fußball-Kreispokal werden am Wochenende ausgetragen. Der Abo-Sieger greift erst eine Woche später ein.

Plauen.

Die Mannschaften der Vogtlandliga und der Vogtlandklasse stehen am Wochenende in der ersten Pokalrunde des Vogtländischen Fußball-Verbandes vor ihrem Pflichtspieldebüt 2020/21. Dass der Pokal eigene Gesetze hat, bewies bereits die Ausscheidungsrunde, in der sechs Mannschaften der 1. Kreisklasse ihre eine Liga höher kickende Gegnerschaft hinauskegelten.

In den fünf Vergleichen zwischen Teams der 1. Kreisklasse und der Vogtlandliga sind Überraschungen so gut wie ausgeschlossen. Dass einer von ganz oben bei einem ganz Kleinen die Segel streicht, passierte erst einmal: 2018, als Pfaffengrün über Wacker Plauen 4:2 triumphierte. Gelegenheit dazu hätten die Pfaffengrüner erneut, zu denen Wernesgrün kommt. Vor dem Debüt im K.o.-Wettbewerb steht Trieb II, das gegen Unterlosa krasser Außenseiter ist, ebenso wie Fortuna Plauen II im Stadtderby gegen Wacker. Einen packenden Fight will Neustadt/Kottengrün II der Auerbacher Regionalliga-Reserve liefern. Vor fünf Jahren kickten Bobenneukirchen und Neumark noch gemeinsam in der Vogtlandklasse. Jetzt trennen beide drei Ligen.

Recht reizvoll liest sich so manches Duell zwischen Kreis- und Vogtlandligisten. Rodewisch trifft auf den VfB Auerbach III. Gespielt wird in Reumtengrün. Mancher früher höherklassig kickende Routinier im Dress des VfB wird sich gegen den Nachbarn besonders ins Zeug legen und im Vorfeld an einstige packende Kämpfe erinnern. Vor drei Jahren führte das Los beide schon einmal zusammen. Der Favorit aus Rodewisch gewann 7:1. Damals siegte Schreiersgrün mit dem gleichem Resultat in Brunn. Jetzt trifft man sich wieder.

Eine heiße Kiste verspricht die Auseinandersetzung zwischen dem Klingenthal und Vogtlandliganeuling Concordia Plauen zu werden. Immerhin blieb der Kreisligist in der Vorserie zu Hause ungeschlagen. Seinem Gegner das Leben schwer machen will Coschütz, das mit Rotschau einen Pokalspezialisten empfängt. Rotschau ist nach Abo-Sieger Syrau die Nummer 2 der letzten Jahre im Vogtland, erreichte in den vergangenen fünf Jahren viermal das Endspiel, das man 2019 gewann.

Nichts zu melden hatte in den jüngsten drei Auflagen Ellefeld, wenn es auf eigenem Rasen gegen Höherklassige ging. Diesmal fordert der FSV den BC Erlbach heraus. Tirpersdorf wird gegen den zweimaligen Finalisten Fortuna Plauen (2012 und 2019) nichts unversucht lassen, um dem Favoriten ein Bein zu stellen. Für das Weiterkommen vermutlich gesetzt sind Werda in Großfriesen, Kottengrün in Rempesgrün und Irfersgrün in Straßberg.

Den kürzesten Weg hat neben Wacker der VfB Plauen Nord vor sich. Er kämpft im 3,5 Kilometer entfernten Jößnitz bei der dortigen zweiten Mannschaft um das Weiterkommen. Dagegen muss Bad Brambach ins über 60 Kilometer entfernten Mylau. Zwei unterklassigen Teams ist ein Ticket für die in einer Woche stattfindenden zweite Runde bereits garantiert: den Siegern der Paarungen Treuen II gegen Weißensand/Irfersgrün II und Netzschkau II gegen Syrau II. Titelverteidiger Syrau muss auf seinen Einsatz noch warten. Sein Spiel beim SV Morgenröthe-Rautenkranz findet wegen der Teilnahme am Sachsenpokal erst am 30. August statt.


Die Pokalansetzungen

Mylau-Reichenbach - Bad Brambach, Fortuna Plauen II - Wacker Plauen, Coschütz - Rotschau, Netzschkau II - Syrau II.

Sonntag, 15 Uhr: Theuma - Kürbitz, Bobenneukirchen - Neumark, Tirpersdorf - Fortuna Plauen, Rempesgrün - Kottengrün, Rodewisch II - Oelsnitz II, Leubnitz - Jößnitz, Eichigt/Triebel - Lengenfeld, Wernitzgrün/ Markneukirchen II - Stahlbau Plauen, Weißensand/Irfersgrün II - Treuen II.

Sonntag, 30. August, 15 Uhr: Morgenröthe-Rautenkranz - Syrau.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.