51. Auflage vereint 51 Spieler in fünf Finalrunden

Das Neujahrsblitzturnier in Wiesenburg gehört in Schachkreisen inzwischen zum Jahresausklang wie das "Dinner for one" zum Silvester-TV-Programm.

Schönau.

Großmeister Matthias Womacka vom Schachklub Schwäbisch Hall hat das 51. Neujahrsblitzturnier in der Landgaststätte Wiesenburg gewonnen. "Er ist eine echte Bereicherung für unser Turnier. Soweit ich weiß, verbringt er einen Weihnachtsurlaub in Sachsen und hat sich erfreulicherweise Zeit genommen, hier bei uns mit anzutreten", sagte Lutz Faber, Vizepräsident des Ausrichters Zwickauer SC.

Der bundesligaerfahrene Womacka, der viele Jahre für die USG Chemnitz spielte, siegte im Finale A mit 26 Punkten deutlich vor Titelverteidiger Gunter Spieß (Nickelhütte Aue) mit 17 Punkten. "Selbstverständlich hätte ich den Titel heute gern wieder mit nach Hause genommen. Aber gegen einen so versierten Spieler wie Matthias Womacka den Kürzeren zu ziehen, ist nun wirklich keine Schande", sagte der 50-Jährige, der in Leipzig lebt. Bereits seit 1977 widmet er sich dem Spiel der Könige. "Wie die meisten Jungs habe ich vorher auf dem Fußballplatz gekickt. Taktisches und strategisches Denken lagen mit letztendlich aber mehr", erklärte der Internationale Meister. Im Blitzschach sieht er eine sehr gute Gelegenheit, sich mit andern Schachspielern in einer recht lockeren Atmosphäre zu treffen, aber auch sich am Rande ungezwungen auszutauschen. "Konzentriertes Spielen ja, aber nicht mit einer so lang anhaltenden Anspannung wie bei einem Wertungsturnier. Der Spaß am Spiel hat beim Blitzen eindeutig den Vorrang", betonte Gunter Spieß.

Auf den weiteren Plätzen folgten Erwin Böhm (SV Dresden-Leuben), Alexander Schenk (USG Chemnitz ) und Karsten Franz (SV Dresden-Leuben). Bester Kreisvertreter war Kay Schaarschmidt vom SV Muldental Wilkau-Haßlau auf Rang 6.

Die 51. Auflage des Neujahrsblitzturniers fand erstmals unter Federführung des Zwickauer SC statt. "In den zurückliegenden Jahren hatte der Schachklub Kirchberg diese Veranstaltung ausgerichtet. Nachdem sich der Verein als Organisator zurückgezogen hat, haben wir uns auf die Fahne geschrieben, die Tradition' nicht in der Versenkung verschwinden zu lassen, sondern auch weiterhin am Leben zu erhalten", begründete Lutz Faber. "Es ist einfach eine tolle Sache, die unbedingt fortgeführt werden sollte. Besonders freue ich mich, dass wir bei den Vorbereitungen auf die tatkräftige Unterstützung der Kirchberger Schachfreunde zählen konnten."

51 Spieler traten zunächst in fünf Vorrunden an, unter denen in der Zwischenrunde die Teilnehmer an den Finals A bis E ermittelt wurden. Für das beste Ergebnis des Gastgebervereins sorgte Frank Birkner als Zweiter des B-Finales (Gesamt-13.) hinter dem Zwickauer Stadtmeister Birger Watzke (Elstertal Langenberg). Leider blieben die Herren unter sich. Lutz Faber: "Toll wäre es natürlich gewesen, wenn auch die eine oder andere Frau am Turnier teilgenommen hätte. Vielleicht klappt es ja im kommenden Jahr."

www.zwickauer-sc.de

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