Alle tanzen nach ihrer Pfeife

Die 20-jährige Fußball-Schiedsrichterin Marie Schupke aus Meerane leitet auch Partien im Männerbereich. Kürzlich scheuchte sie die Kicker des MSV II umher.

Meerane.

Marie Schupke hat schon so manchen gestandenen Kreisliga-Fußballer mit klaren Ansagen in die Schranken gewiesen. Die 20-Jährige ist Fußball-Schiedsrichterin beim Meeraner SV und hat in dieser Funktion große Ziele. Während sie im Männerfußball bisher auf Kreisebene pfeift, darf sie bei den Frauen schon in der Regionalliga ran. Das bedeutet durchaus längere Anreisestrecken zu den Spielen. "Es sind viele Berliner Teams dabei", erzählt die Sportstudentin. Die Regionalliga sieht sie nicht als das Ende der Fahnenstange, denn die 2. Bundesliga wäre durchaus reizvoll.

Bei den Herren soll es mindestens der Aufstieg in die Landesklasse werden. Sich im Männerfußball zu beweisen, sei natürlich nicht immer einfach, aber klappt meist gut. "Es kommt viel auf die Trainer und Kapitäne an. Sie leben vor, wie der Umgang ist", sagt die junge Schiedsrichterin.

Vergangene Woche war Marie Schupke nicht als Unparteiische auf dem Platz, sondern als Fitnesstrainerin der zweiten Männermannschaft des Meeraner SV. Die Kicker mussten den Helsen-Test absolvieren. Normalerweise müssen diesen Test die Schiedsrichter des Fußball-Weltverbandes Fifa absolvieren, doch auch für Spieler ist er geeignet. Sprints und lockere Läufe werden abwechselnd absolviert, wobei das Ganze zehn Runden lang im Stadion passierte. "Die Belastungen sind ähnlich wie im Spiel", sagt Schupke. Denn schließlich wird auf dem Fußballplatz nicht durchgehend gesprintet oder gelaufen. Die wechselnden Belastungen sind typisch. Die Kreisoberliga-Fußballer mussten die Anforderungen erfüllen, die normalerweise für Landesklasse-Kicker gelten. Nicht alle hielten durch und Marie Schupke schaute genau hin, wer versuchte zu tricksen.

"Der Test ist wirklich praxisnah", sagte Trainer Jörg Maschek. Er selbst war froh, dass er nicht mitmachen musste. Maschek hat mit der Meeraner Reserve in der Kreisoberliga einiges vor. Er hat einen Kader, der mit 20 Spielern gut besetzt ist. "Das ist für unsere Verhältnisse richtig viel", sagt er. Sechs Spieler aus der letztjährigen ersten Mannschaft und zwei A-Junioren sind neu dabei.

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