Auf Sachsens Motorsport-Thron

Max Enderlein feierte 2019 die erfolgreiche Titelverteidigung in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. Für seinen Triumph wurde er jetzt noch einmal geehrt.

Zwickau.

Diesmal führte kein Weg an Max Enderlein vorbei. Schon vor einem Jahr gehörte der 23-jährige Motorradsportler aus Hohenstein-Ernstthal zu den Favoriten bei der Sportlerehrung des ADAC Sachsen. Doch trotz seines Meistertitels in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in der Klasse Supersport 600 ging die Auszeichnung an einen anderen ebenso erfolgreichen Enduropiloten. Am Samstagabend aber erhielt Enderlein im Konzert- und Ballhaus Neue Welt in Zwickau den begehrten Pokal als Zweiradsportler des Jahres: "Wir haben hier in Sachsen zum Beispiel viele gute Endurofahrer, da war die Entscheidung im letzten Jahr auf jeden Fall gerechtfertigt. So oft hat man noch keinen doppelten sächsischen IDM-Meister gehabt, somit freut es mich, dass es diesmal mich getroffen hat."

Vor zehn Jahren war Max Enderlein zum ersten Mal bei der Sportlerehrung dabei, damals schaute er noch beeindruckt auf die Bühne. "Das ist echt eine tolle Auszeichnung. Jetzt stehe ich selber dort ganz oben. Das zeigt mir, dass ich in den ganzen Jahren einiges dazugelernt habe und meinen Weg gegangen bin", so der 23-Jährige. Auch wenn die Auszeichnung für den Hohenstein-Ernstthaler einen hohen Stellenwert hat und er sich freut, dass solche Leistungen wertgeschätzt werden - mit einem Rennsieg sei die Ehrung aber dennoch nicht zu vergleichen: "Beim Rennen erlebt man nun mal das, was uns allen am meisten Spaß macht. Wenn man ein Rennen gewinnt, ist man unmittelbar danach noch so voll mit Adrenalin, das ist unvergleichlich."

2020 bleibt Max Enderlein der IDM vorerst treu. Das Saisonziel ist schon jetzt klar. "Ich möchte den Hattrick schaffen, was in der IDM vor mir noch nicht allzu vielen Fahrern gelungen ist", lautet seine kompromisslose Kampfansage an seine Kontrahenten. Darüber hinaus sucht sich der 23- Jährige aber auch andere Gegner. Aktuell laufen die Vorbereitungen auf vier WM-Läufe in der Klasse Supersport im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft. "Ich habe schon 2018 einen Gaststart gemacht und will mich nun weiter ran tasten. In Zukunft möchte ich regelmäßig dort fahren", sagt der Hohenstein-Ernstthaler. Vier Rennen sind für 2020 derzeit fix, wobei der deutsche Lauf vom 31. Juli bis zum 2. August in Oschersleben der Höhepunkt werden wird. Dafür hat er bereits eine eigene Teamstruktur geschaffen, seine Techniker-Mannschaft verstärkt und auch bei der Technik selbst aufgerüstet.

Nachdem Max Enderlein sein Bachelor-Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaft erfolgreich abgeschlossen hat, geht er parallel auch weiterhin zur Uni und möchte in den nächsten zwei Jahren in Dresden seinen Master machen.


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