Aus der Bezirksklasse in die Bundesliga

Der Wechselburger Tobias Kriebitzsch spielt künftig für den VfB Eintracht Fraureuth. Das sehr gute Training in Westsachsen überzeugte ihn vom Wechsel. Am Samstag ist er mit seinem Team zum ersten Mal gefordert.

Fraureuth/Zwickau.

Statt fünf Minuten zu Fuß braucht Kegler Tobias Kriebitzsch jetzt 50 Minuten mit dem Auto, wenn ein Heimspiel ansteht. Auch die Auswärtsfahrten sind zum Teil deutlich länger. Den höheren Aufwand nimmt der 22-Jährige gern in Kauf. Denn immerhin kegelt er statt mit seinem Heimatverein TSV Medizin Wechselburg in der 2. Bezirksklasse künftig mit dem VfB Eintracht Fraureuth in der 2. Bundesliga. Am Samstag beginnt für die Westsachsen mit der Partie beim KSV Rot-Weiß Zöllnitz endlich die neue Saison. Ursprünglich sollte es schon im September losgehen, coronabedingt wurde der Beginn aber verschoben.

Was in der neuen Spielzeit auf ihn zukommt, weiß Tobias Kriebitzsch schon ein Stück weit. In der vergangenen Saison absolvierte er bereits einige Partien für das Fraureuther Sachsenligateam im bis dahin eher ungewohnten 200 Wurfsystem. In Wechselburg spielte der 22-Jährige über 120 Wurf. "Die ersten Kontakte nach Fraureuth hatte ich bei der Sachsenmeisterschaft über 200 Wurf im vergangenen Jahr. Das System war mit bis dahin nicht so geläufig, hat mir aber trotzdem viel Freude bereitet", erzählt Kriebitzsch. Von den Fraureuthern bekam er anschließend viel Unterstützung im Training und konnte seine Leistung schnell steigern, so dass er nun von den Verantwortlichen in den Bundesligakader berufen wurde. "Ich werde hier sehr individuell betreut. Ich hatte zum Beispiel das Problem, dass ich beim Abwurf meinen Arm sehr gestaucht habe und die Kugel dadurch sehr ruckartig abgegeben habe. Die Resultate waren so sehr wechselhaft. Nach wenigen Woche Training in Fraureuth habe ich meinen Bewegungsablauf und die Ergebnisse deutlich verbessern können", sagt Kriebitzsch, der sich beim VfB Eintracht rundum wohlfühlt. So nimmt er den größeren Aufwand gern in Kauf: "Der Kegelsport bedeutet mir sehr viel, der Verein ist strukturiert und man hat immer das Gefühl willkommen sowie gut aufgehoben zu sein." (mit rsan)


TSV 90 Zwickau ist Favorit

Bereits das vierte Saisonspiel steht für den TSV 90 Zwickau in der 2. Bundesliga Ost (120 Wurf) auf dem Programm. Beim punktlosen Schlusslicht in Sandersdorf sind die Westsachsen Favorit. Nach der Auftaktniederlage in Freiberg gewann die Mannschaft zuletzt zweimal sehr deutlich: 7:1 in Stollberg und 8:0 gegen Leipzig. (aheb)

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