Beide Derbys gehen an die Gäste

Die Werdauer Handballer konnten in der Bezirksliga die Revanche des ZHC Grubenlampe II für die Pokalschlappe nicht verhindern. Für Fraureuth gab es eine bittere Niederlage in letzter Minute.

Werdau/Fraureuth.

Am 20. Januar hatten sie noch die Fäuste zum Feiern in die Höhe gestreckt. Mit einem 29:28-Heimerfolg gegen ZHC Grubenlampe II zogen die Handballer des SV Sachsen Werdau in die dritte Runde des Bezirkspokals ein. Am Sonntag revanchierten sich die Zwickauer und entführten beim 23:20 (9:11)-Erfolg die Bezirksliga-Punkte aus der Sporthalle Werdau.

"Wir haben die erste Halbzeit gut gespielt mit einer stabilen Abwehr und waren diszipliniert im Angriff", erklärt der Werdauer Trainer Pieter Kratzsch. In der Tat erspielte sich sein Team zur Pause eine 11:9-Führung. "Nach der Pause verloren wir absolut den Faden und sind nicht mehr ins Spiel gekommen", so Kratzsch. Die Gäste kamen immer mehr auf. Vom 14:15 (42.) vermochte sich der SV Sachsen nicht mehr erholen. In Unterzahl warf Zwickau zwei Tore zum 14:17 (45.). Das war die Vorentscheidung.

"Die Deckung war dann mangelhaft", sagte Übungsleiter Kratzsch. Sein Gegenüber war dagegen mit der Defensivleistung seines Teams im zweiten Durchgang zufrieden: "Die Umstellung in der Abwehr war der entscheidende Punkt." Insgesamt bescheinigte er der Zwickauer Mannschaft eine ordentliche Leistung, die zu einem "erkämpften, aber letztlich verdienten Sieg" führte. Während der ZHC II den dritten Platz festigte, verbleibt der SV Sachsen weiter auf dem letzten Rang. "Wir werden uns nicht aufgeben und hoffen bis zum Schluss", erklärte Pieter Kratzsch, der seit etwa vier Wochen im Amt ist und die Nachfolge von Dieter Wagner antrat, der aufgrund gesundheitlichen Problemen aufhörte. (rr)

Der HC Fraureuth hat im Heimspiel gegen den VfB Lengenfeld die Revanche für die klare 24:29-Niederlage aus dem Hinspiel verpasst. Obwohl Trainer Marco Bartonizek erstmals seit Ende November wieder auf alle Stammkräfte zurückgreifen konnte, reichte die Leistung nicht zum Sieg. Vielmehr musste Fraureuth kurz vor Schluss auch noch das Gegentor zum 23:24 einstecken.

"Wir haben heute in der Abwehr in letzter Konsequenz viel zu harmlos agiert. Die Lengenfelder kamen immer wieder frei zum Wurf. Aber auch der Angriff agierte zu statisch. Immer wenn wir in Bewegung waren, hatten die Lengenfelder ihre Probleme damit und es haben sich entsprechende Lücken für uns ergeben", sagte der Fraureuther Trainer.

Er sah zunächst ein Spiel, in dem auf beiden Seiten nicht alles rund lief. So blieb die Partie bis zur Pause nahezu ausgeglichen. Und selbst als die Gäste später auf 15:11 und kurz vor Schluss auf 23:21 davonzogen, kam Fraureuth jeweils zurück. Erst als Streng acht Sekunden vor Ultimo zum 24:23 für den VfB traf, waren die Messen gelesen. (gjü)

Statistik Fraureuth: Kolath, Albert, B. Raimer, Ludwig (1), Köstler, Warnke, Kleinfeld (10/8), G. Jüngling (1), A. Bauer (1), Geßner (3), Schlesier (2), Finkenwirth (5).

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...