Bereit für die olympischen Jugendspiele

Chanel Hofverberg und Leni Schmidt vom ETC Crimmitschau treten mit der U-16-Nationalmannschaft im Januar in der Schweiz an. Dabei stehen eigentlich sogar drei Eishockey-Mädels der Region im Team für Lausanne.

Crimmitschau.

In der Nominierungsliste ist es auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Doch der ETC Crimmitschau ist der einzige Verein, der für die Eishockeyturniere der Mädchen und Jungs bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in der Schweiz drei Spieler stellt. Denn Leonie Böttcher vom ECC Preussen Berlin ist quasi eine halbe Crimmitschauerin. Unter der Woche trainiert die 15-Jährige in der Hauptstadt, am Wochenende kommt sie nach Westsachsen, um mit der Mannschaft des ETC auf Torejagd zu gehen. Gemeinsam mit ihren beiden Teamkameradinnen Chanel Hofverberg und Leni Schmidt steht nun mit dem Wettkampf in Lausanne ein ganz besonderer Höhepunkt auf dem Programm.

Böttcher und die gleichaltrige Hofverberg sind dabei sogar doppelt gefordert. Sie wurden sowohl für das Sechs-Nationen-Turnier als auch den 3-gegen-3-Wettbewerb nominiert. "Wir hatten bei der U-16-Nationalmannschaft einen Test auf Kleinfeld. Dabei mussten wir einen bestimmten Parcours laufen und am Ende aufs Tor schießen. Wer nicht getroffen hat, der hat zwei Strafsekunden bekommen", erzählt Chanel Hofverberg. Am Ende gehörten sie und Leonie Böttcher zu den schnellsten fünf Spielerinnen. Ob sie auch zusammen auflaufen, steht allerdings noch nicht fest. Denn beim Turnier werden gemischte Mannschaften mit elf Spielern und zwei Torhütern verschiedenen Nationen gegeneinander antreten. Das Format erlebt in der Schweiz seine Premiere. Gespielt wird in einem der beiden Angriffsdrittel der Eisfläche über dreimal 16 Minuten. 50 Sekunden nach dem ersten Bully gibt es ein akustisches Signal und die Spieler müssen ohne zwischenzeitliches Bully wechseln. Beim normalen Turnier dann sind die drei Crimmitschauerinnen mit der U-16-Nationalmannschaft zunächst am 18. Januar gegen Schweden und einen Tag später gegen die Slowakei gefordert. Gelingt mindestens ein Sieg, steht Deutschland im Halbfinale.

"Wir wollen einfach unser Bestes geben und auf jeden Fall Spaß haben", sagt Chanel Hofverberg, bei der sich ebenso wie bei den anderen beiden Mädchen die Vorfreude auf die Jugendspiele und die Aufregung im Moment die Waage halten. "Die Erinnerungen werden wir für immer haben", so Leni Schmidt, die durch ihre Eltern zum Eishockey kam. Auch wenn sie anfangs nicht ganz so viel Gefallen an der Sportart fand und zwischendurch zum Turnen wechselte, kann sich die 14-Jährige heute ein Leben ohne Eishockey nicht vorstellen. Wie ihre beiden Mitspielerinnen hat auch sie den großen Traum, später in der Frauennationalmannschaft zu spielen.

Die Leidenschaft und das Talent für den Sport wurden Chanel Hofverberg hingegen quasi in die Wiege gelegt. Die Neuntklässlerin hat mit Vater Esbjörn ein großes Vorbild in der eigenen Familie. Der quirlige Verteidiger war viele Jahre Publikumsliebling beim ETC und spielt auch mit fast 50 Jahren noch in der Oberliga in Leipzig.

www.lausanne2020.sport

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