BSC kann Bulls nicht stoppen

Die Rollstuhlbasketballer aus Zwickau haben gegen Elxleben die erwartete Niederlage eingesteckt. Doch auch ohne Zähler bricht bei den Rollers niemand in Panik aus.

Zwickau.

Auch die dritte Partie in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga in acht Tagen hat den Zwickauer Feuervögeln des BSC Rollers weder Überraschungen noch Punkte eingebracht. Niemand Geringerer als die seit 40 Pflichtspielen ungeschlagenen Thuringia Bulls aus Elxleben rollten am Samstag zum Schlagabtausch gegen die noch immer ersatzgeschwächten Zwickauer in die Sporthalle Mosel. Mit einem souveränen 92:51 (24:12, 47:22, 71:35) setzten die Gäste ihre beeindruckende Serie letztlich auch gegen den BSC Rollers fort.

Die Zwickauer wollten nach der enttäuschenden Niederlage am Tag der Deutschen Einheit gegen die Iguanas aus München als absoluter Außenseiter gegen die Bulls befreit aufspielen. Auf mehr als ein munteres Auf und Ab hoffte bei der Ausgangslage beider Teams im Vorfeld niemand. Trotz des deutlichen Ergebnisses wurden die Zuschauer mit einem unterhaltsamen Basketballspiel für ihr Kommen belohnt. Für BSC-Trainer Marco Förster brachte das Spiel einige Erkenntnisse. "Auch wenn eine Niederlage gegen die Thuringia Bulls verschmerzbar ist, ist es für uns dennoch die dritte in Folge und zeigt knallhart unsere momentanen Defizite auf", sagte er.

Ein Blick auf die letzten Partien macht deutlich: Es ist noch keine Konstanz im BSC-Spiel zu erkennen. Einerseits schmerzt der Ausfall von Spielmacher Benjamin Kenyon, vor allem mit Blick auf die geringere Kadergröße. Zum anderen wird die Integration des neuen Spielers Mazvydas Butkevicius noch etwas dauern. Nichtsdestotrotz ist jetzt das ganze Team um Trainer Förster gefordert, den Negativtrend zu stoppen.

Der Fokus gilt nun einzig und allein den nächsten zwei Spielen, am 12. Oktober auswärts in Wiesbaden und am 19. Oktober auf heimischem Parkett gegen die Roller Bulls Ostbelgien aus St. Vith. "In den ersten beiden Saisonspielen haben wir dreißig Minuten auf Augenhöhe agiert, aber im letzten Viertel die Spiele verloren. Das ist die 1. Bundesliga, dort musst du über die ganze Spielzeit deine Leistung erbringen, um ein Spiel zu gewinnen", sagt Förster.

Es bleibe nun abzuwarten, wie das gesamte Team mit dieser Situation umgehen wird. Wer die Zwickauer Mannschaft allerdings kennt, weiß um das Kämpferherz und den starken Teamzusammenhalt. "Wir werden uns stabilisieren, davon bin ich überzeugt", sagt Förster. Viel Zeit sollten sich die Rollers dabei aber nicht bis zum ersten Erfolgserlebnis lassen. Ohne Zähler stehen sie derzeit auf dem vorletzten Rang. (jokri)

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