BSC Rollers feiert Sieg zum Pohlmann-Abschied

So voll war die Sporthalle Mosel seit dem Champions-Cup 2016 nicht mehr, als die Fans von Galatasaray Istanbul und Ilunion Madrid für lautstarke Stimmung sorgten. Ähnliche Begeisterung herrschte am Sonntagnachmittag beim Abschiedsspiel für die Rollstuhlbasketball-Legende Rostislav Pohlmann.

Unter den Zuschauern auf der Tribüne waren der langjährige Kapitän der Nationalmannschaft, Lars Christink, die früheren Zwickauer Erfolgstrainer Manuela Krause und Josef Jaglowski sowie Jenny Choinowski und Corinna Cupcea vom Handball-Zweitligisten BSV Sachsen. Auch Oberbürgermeisterin Pia Findeiß und Werner Beuschel, Vorsitzender der Stadtgruppe der Deutschen Olympischen Gesellschaft, machten der lebenden Legende ihre Aufwartung.

Die Zuschauer mussten 3:28 Minuten stehen bis zum ersten Korb ihrer Mannschaft, die sich vor der ungewohnt großen Heimkulisse zunächst recht schwer tat. Bis in die Schlussphase des zweiten Viertels lag der Gastgeber zurück, schaffte aber erwartungsgemäß die Wende. Das Ergebnis der Partie gegen die Roller Bulls Ostbelgien (75:61) war jedoch nur zweitrangig. Mehr am Herzen lag allen die feierliche Verabschiedung von Routinier Rostislav Pohlmann nach dem Spiel.

Viel Beifall gab es für "Rosti", der zehn Punkte zum Heimerfolg beisteuerte und sogar einen erfolgreichen Dreier draufpackte. Der Heißsporn im Trikot mit der Nummer 10 ließ es sich auch beim letzten Auftritt vor heimischem Publikum nicht nehmen, sich wegen umstrittener Entscheidungen mit den Schiedsrichtern anzulegen.

Beim traditionellen Spalier vor den Fans wurde Pohlmann unter dem riesigen Spruchband "Danke für 20 Jahre" herzlich umarmt und abgeklatscht. Etliche Anhänger wie Werner Fichtner, der seit vier Jahrzehnten dabei ist, konnten die Tränen nicht zurückhalten. Vereinspräsident Jürgen Wicka würdigte die Leistung des unermüdlichen 54-Jährigen, der in über 400 Punkt-, Pokal- und Europacupspielen für Zwickau mehr als 6000 Punkte erzielte.

Zum bewegenden Abschied bekam Rostislav Pohlmann unter anderem einen Pokal und sein gerahmtes Trikot überreicht. Die Nummer 10 wird wohl nach ihm beim BSC nicht mehr vergeben. (tc)

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