Dem Derby steht nichts im Wege

Der VfB Empor Glauchau will beim Meeraner SV in der Fußball-Landesklasse die Favoritenrolle annehmen - und mahnt doch zur Vorsicht. Oberlungwitz tritt erneut zu Hause an, während Lichtenstein zum Schlusslicht reist.

Meerane/Glauchau.

Auf dem Papier scheinen die Rollen klar verteilt. Doch Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Zu solch einem kommt es am Sonntag um 14 Uhr in der Fußball-Landesklasse West. Dann empfängt der Tabellenneunte Meeraner SV den Spitzenreiter VfB Empor Glauchau. "Da freuen wir uns drauf. Ich glaube, für jeden Fußballfreund ist ein Spiel gegen die Nachbarstadt immer etwas Besonderes", sagt MSV-Trainer Julius Michel.

Der VfB Empor hat zuletzt viermal am Stück gewonnen und reist dementsprechend mit reichlich Rückenwind ins Richard-Hofmann-Stadion. Die Meeraner haben vergangenen Spieltag eine 0:3-Niederlage beim FSV Motor Marienberg hinnehmen müssen, doch zu Hause sammelte die Mannschaft von Julius Michel in fünf Spielen bereits zehn Punkte, was den sechstbesten Wert der Liga darstellt.

"Wir wissen, was wir können. Deshalb werden wir auch auf Sieg spielen. Das kann allerdings nur gelingen, wenn wir die Räume eng machen und der starken Offensive der Glauchauer so wenig Raum wie möglich bieten", sagt Michel. Der VfB Empor ist sich seiner Favoritenrolle bewusst, dennoch mahnt Trainer Lutz Wienhold auch zur Vorsicht: "Ich schätze Meerane als sehr starken Gegner ein. Der Verein macht seit Jahren einen guten Job. Man kann die Augen vor der Tabelle jedoch nicht verschließen, sodass ich uns schon favorisiert sehe."

Außerhalb des Platzes kommt es in Meerane zur offiziellen Verabschiedung des ehemaligen MSV-Präsidenten Uwe Barth. Nach vier Jahren im Amt wurde er von Nikolas Sonntag beerbt. "Ich bin sehr froh, dass der Verein mir ein solches Vertrauen entgegenbringt. Ich war die vergangenen vier Jahre bereits im Vorstand aktiv, sodass ich weiß, was mich als Präsident erwarten wird", sagt Sonntag.

Ein Thema, mit dem er sich beschäftigen muss, sind die Verwüstungen des Rasenplatzes durch Wildschweine. Zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit wühlten die Tiere diese Woche das Spielfeld um. Auf das Derby am Sonntag hat dies jedoch keine Auswirkungen. Denn der MSV trägt seine Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz aus, der von einem Zaun umgeben ist und von den Tieren verschont wurde.

Auch beim Oberlungwitzer SV steht der Heimpartie gegen Reichenbach nichts im Wege. Bisher spielte der OSV schon sechsmal zuhause und erst dreimal auswärts, was durch Spielverlegungen begründet ist. Gegen den Reichenbacher FC folgt nun schon das siebte Heimspiel. Das bedeutet auch, dass es in der Rückrunde viele Auswärtspartien gibt. "Deshalb ist es wichtig, dass wir weitere drei Punkte holen und uns ein Polster schaffen", sagt Trainer Frank Wüstner, dessen Team derzeit als Aufsteiger 14 Punkte und Platz 8 vorweisen kann. Nach dem jüngsten 6:1-Heimsieg gegen Stollberg fordert Wüstner gegen Reichenbach von Beginn an dieselbe Aggressivität, auch wenn er weiß, dass diese Spielweise viel Kraft fordert. Obwohl noch einige Spieler verletzt sind, dürften am Sonntag die Startelf der Vorwoche und drei bis vier Wechsler zur Verfügung stehen. Die Reichenbacher, die mit acht Punkten auf dem 13. Platz im Abstiegskampf stecken, sind laut Wüstner schwer einzuschätzen. Anpfiff auf dem Platz an der Erlbacher Straße ist am Sonntag, 14 Uhr.

Gegen einen Abstiegskandidaten geht es zur selben Zeit auch für Fortschritt Lichtenstein. Das Team von Trainer Mirko Ullmann tritt beim Tabellenletzten Klaffenbach an. Da Lichtenstein mit zwölf Zählern nur vier Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz hat, wäre es wichtig, nicht mit leeren Händen zurückzukehren. (mit mpf/ewer)

Landesklasse 11. Spieltag - So., 14 Uhr: Meeraner SV - VfB Empor Glauchau (Richard-Hofmann-Stadion), Oberlungwitzer SV - Reichenbacher FC (Sportplatz an der Erlbacher Straße), FSV Grün Weiß Klaffenbach - SSV Fortschritt Lichtenstein (Sportplatz Adorfer Straße)

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