Der Jüngste als Hoffnungsträger

Die Rollstuhlbasketballer des BSC Rollers Zwickau mussten sich zwar gegen Trier mit 73:78 geschlagen geben. Doch die Partie hatte einige Lichtblicke. Diese gilt es am Samstag gegen Hannover in einen Sieg umzuwandeln.

Mosel.

Es war ein weiterer Rückschlag, der schmerzt. Vielleicht sogar etwas mehr, als die Niederlagen zuvor. Zum siebenten Mal in Folge rollten die Rollstuhlbasketballer des BSC Zwickau in der Bundesliga-Saison nun schon als Verlierer vom Parkett. Dennoch konnte BSC-Trainer Marco Förster der 73:78 (18:24, 32:41, 54:57)-Niederlage gegen die Doneck Dolphins aus Trier am Donnerstag Positives abgewinnen: "Wir haben heute eine klare Leistungssteigerung gezeigt. Darauf haben wir in den Trainings hingearbeitet. Und daran lässt sich anknüpfen."

Die Zwickauer starteten gut ins erste Viertel und konnten den vielen Treffern der Trierer mit eigenen Punkten immer wieder gut entgegenwirken. Die Dolphins aus Trier zeigten sich - wie von Förster prognostiziert- ungeheuer treffsicher. Allen voran der deutsche Nationalspieler Dirk Pasiwan, der alleine auf 42 Punkte kam, war eine Klasse für sich. "Was der trifft ist Wahnsinn. Ich habe meinem Team in der Pause gesagt, dass sie in der Defense nichts falsch machen. Der trifft einfach aus jeder Lage. Da kannst du nix machen", so Förster anerkennend.

Nach der Pause machte der BSC enorm Dampf und lieferte eine engagierte Leistung ab. Vor allem in Sachen Treffsicherheit haben die Rollers im Vergleich zu den vergangenen Spielen eine Schippe draufgepackt. Auch Top-Scorer Vytautas Skucas zeigte sich wieder in gewohnter Stärke und steuerte seinem Team 29 Punkte bei.

Doch der eigentliche Star war der gerade einmal 15-jährige Maximilian Chagger. Der Schüler spielte sich förmlich in einen Rausch und erzielte 22 Punkte. "Max war heute eine echte Waffe, weil er so groß ist. Es war toll zu sehen, zu was er fähig ist, wenn er heiß läuft", so sein Coach. Chagger brachte sein Team im dritten Viertel sogar kurzzeitig mit 58:57 in Führung. Doch Trier drehte am Ende noch einmal auf und brachte die knappe Führung über die Zeit. So steht am Ende eine erneute Niederlage. "Die schmerzt. Aber am Ende müssen wir das so hinnehmen. Die Trierer waren ein kleines bisschen besser als wir", so Förster.

Schon am Samstag haben die Zwickauer erneut die Möglichkeit, die ersten Punkte der Saison einzufahren. Denn dann empfangen sie zu Hause Hannover United, die derzeit mit sechs Punkten auf Tabellenplatz 5 stehen. "Wir werden am Freitag eine besondere Trainingseinheit einlegen, um uns auf Hannover einzustimmen. Das Spiel wird ein ganz anderes als gegen Trier. United hat viele große Spieler, die es gilt, in Schach zu halten", so Förster. Hochball in Mosel ist am Samstag, 16 Uhr.

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