Die Alpen bezwungen

Leichtathletik: Drei Länder in einer Woche durchlaufen

Glauchau.

Nach dem Gewinn der "Freie-Presse"-Umfrage nach den Sportlern des Monats August hatte der Glauchauer Günter Thieme erneut Grund zur Freude. Mit seiner Laufpartnerin Petra Neuman vom TSV Lichtenwalde hat er den Transalpin-Run erfolgreich gemeistert. Sie belegten Platz 18 unter 31 Teams in der Klasse Master-Mixed.

Laut Thieme, der seine Wettkämpfe für den ESV Lok Zwickau bestreitet, handelt es sich dabei um den anspruchsvollsten Berg-Etappenlauf Europas. Er führt über 257,6Kilometer von Garmisch-Partenkirchen über Österreich und Italien nach Brixen in Südtirol. Eine Woche lang sind dabei in sieben Tagesabschnitten mit durchschnittlich 37 Kilometern die Alpen zu überqueren und täglich rund 2000Höhenmeter zu meistern.

Läufer aus der ganzen Welt stellten sich in Zweierteams dieser Herausforderung. "Es ist ein Abenteuer der besonderen Art. Der Teamcharakter spielt eine große Rolle", sagt Thieme. Beide Partner dürfen sich nicht mehr als zwei Minuten voneinander trennen, sonst droht die Disqualifikation. "Irgendwie durchkommen war das Motto", sagt Thieme. Harte Zeitlimits hätten die die Tour noch schwieriger gemacht. Von den insgesamt 300 gestarteten Duos musste fast ein Drittel aufgeben. Neben den Höhenmetern sei der wenige Schlaf das größte Problem gewesen.

Aber der Transalpin-Run hielt nicht nur Strapazen bereit, fantastische Landschaften und Ausblicke begleiteten die Ultraläufer. Mandarfen im Pitztal, Sölden in den Ötztaler Alpen oder Sarntheim im Sarntal gehörten zu den Etappenorten.

Erschöpft, aber überglücklich, erreichten Thiem und Neuman nach 53:24:44 Stunden das Ziel. (ggl)

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