Eispiraten feiern Sieg nach Verlängerung

Einen knappen 2:1-Erfolg gab es am Sonntagabend für den Eishockey-Zweitligisten gegen Bietigheim-Bissingen. Für den Erfolg sorgte ein Jubiliar.

Crimmitschau.

Solche Geschichten schreibt nur der Sport: André Schietzold hat sich in seinem Jubiläumsspiel für die Eispiraten Crimmitschau selbst beschenkt. Der 32-Jährige machte am Sonntagabend den 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0)-Sieg nach Verlängerung gegen die Steelers Bietigheim-Bissingen perfekt. Er erzielte in der 62. Minute nach einem perfekten Zuspiel von Lukas Vantuch den goldenen Treffer. Schietzold stand zum 500. Mal für seinen Heimatverein auf dem Eis. Die 1738 Zuschauer feierten das Eigengewächs - vor der Partie und nach der Schlusssirene.

Die Gäste aus Bietigheim-Bissingen präsentierten sich im ersten Drittel mit der besseren Spielanlage. Mark Ledlin vergab in der Anfangsphase zweimal in aussichtsreicher Position. Der Steelers-Stürmer zwang erst Michael Bitzer zu einer Parade und schoss dann mit der Rückhand über den Kasten (3.). Im Powerplay vergab Tim Schüle eine hochkarätige Chance für die Gäste (12.). Crimmitschau war nur bei Kontern gefährlich: Dominic Walsh bekam nach einem Querpass von Patrick Pohl keinen Druck hinter die Scheibe (6.). Alex Wideman verfehlte nach Zuspiel von Austin Fyten knapp das Tor (14.).

Im zweiten Drittel erhöhte Bietigheim-Bissingen die Schlagzahl. Die Gäste feuerten die Scheibe nun fast im Minutentakt auf den Kasten von Michael Bitzer, der sich mehrfach auszeichnen konnte. Der Eispiraten-Keeper klärte gegen Frederik Cabana (23.) und zweimal gegen Matt McKnight (25./28.). Trainer Daniel Naud verteilte nach der Partie ein Sonderlob an ihn, denn Bitzer stand in den letzten Wochen in der Kritik: "Er hat die beste Leistung gezeigt, seitdem er in Crimmitschau ist." Doch in der 28. Minute kamen die Steelers trotzdem zum Führungstreffer. Benjamin Zientek konnte aus zentraler Position ungehindert abschließen und versenkte den Puck im Eispiraten-Netz. Dadurch wurden die Crimmitschauer wachgerüttelt, starteten endlich eigene Offensivaktionen. Austin Fyten zog nach einem Alleingang ab (33.) und André Schietzold verfehlte mit einem Schlagschuss knapp das Ziel (35.). Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Christoph Körner auf dem Schläger. Seinen Alleingang nach Zuspiel von Adrian Grygiel konnte Cody Brenner mit dem Schoner abwehren (37.).

Daran knüpften die Crimmitschauer im letzten Drittel weiter an. Sie waren nun die bessere Mannschaft und wurden von den Fans angetrieben. Dominic Walsh brach bei einem Schussversuch der Schläger (46.), André Schietzold (49.) schoss mit der Rückhand über das Tor. In der 53. Minute konnten sich die Hausherren für den Aufwand belohnen: Steelers-Verteidiger Eric Stephan verlor vor der eigenen Bank den Puck. Vincent Schlenker reagierte blitzschnell und bediente Alex Wideman, der aus zentraler Position verwandelte. In der Schlussphase gab es gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. Der erste gefährliche Angriff in der Verlängerung sorgte für die Entscheidung. "Die Spieler haben gemerkt, dass in der Partie etwas möglich ist. Die Zuschauer haben uns trotz des Rückstandes toll unterstützt", sagte Trainer Daniel Naud nach dem Spiel.

Die Crimmitschauer mussten am Sonntag - wie bereits bei der 2:5-Niederlage am Freitag beim ESV Kaufbeuren - auf Julian Talbot verzichten. Der kanadische Stürmer stand am Wochenende aufgrund einer Handverletzung nicht zur Verfügung. Dadurch erhielt Lukas Vantuch eine Einsatzchance. Der Tscheche, der immer noch auf einen deutschen Pass wartet, stürmte zwischen Adrian Grygiel und Alex Wideman beziehungsweise Patrick Klöpper.

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