Eispiraten haben das Nachsehen

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau steckt in einer Formkrise. Die Mannschaft kassierte am Freitag gegen Bayreuth eine klare Niederlage.

Crimmitschau.

Den Eispiraten Crimmitschau ist die Präzision und die Leichtigkeit, mit der sie zu Beginn der Saison noch für Furore sorgen konnten, komplett verloren gegangen. Sie präsentieren sich in der Offensive momentan ohne zündende Ideen. Deshalb gab es am Freitagabend eine peinliche 1:6 (0:2, 0:1, 1:3)-Niederlage gegen das Schlusslicht Bayreuth Tigers. Das war bereits die vierte Pleite in Folge in der Deutschen Eishockey-Liga 2.

Die Gäste aus Bayreuth bestraften im ersten Drittel die Eispiraten-Fehler konsequent. Als beide Mannschaften nur mit jeweils vier Spielern auf dem Eis standen, nutzte Simon Mayr den Platz und brachte sein Team in Führung (12.). Der Torschütze wurde von den Crimmitschauern nicht attackiert. Ville Järvelainen erhöhte kurz vor der ersten Pause mit einem Schuss in die lange Ecke auf 2:0 (20.). Zuvor unterlief Eispiraten-Verteidiger Philipp Halbauer ein Fehlpass im Spielaufbau. Die besten Möglichkeiten für die Westsachsen hatte mit Patch Alber ausgerechnet ein Verteidiger auf dem Schläger. Der Deutsch-Amerikaner verfehlte nach Eingaben von Dominic Walsh (10.) und Tobias Kircher (17.) den Tigers-Kasten. Die Fans der Eispiraten Crimmitschau schickten ihr Team nach der schwachen Leistung mit einem Pfeifkonzert in die Kabine.

Weder die Reaktion des Publikums noch die Ansprache von Trainer Kim Collins konnten die Eispiraten-Profis aus ihrer Lethargie holen. Den Hausherren fiel in der Offensive nicht besonders viel ein. Die gefährlichsten Aktionen erspielten sich die Crimmitschauer in Unterzahl. Julian Talbot verfehlte nach einem Rückpass von Rob Flick das Ziel (34.). Patrick Klöpper wurde bei einem Alleingang behindert (35.). Im Powerplay erhöhten die Tigers auf 3:0. Mark Heatley fälschte einen Schuss von Jake Newton unhaltbar ab (39.). Zu Beginn des letzten Drittels entschied sich Kim Collins für eine Umstellung der Sturmreihen. Christoph Kabitzky rückte an die Seite von André Schietzold und Patrick Pohl. Dafür ging Tobias Kircher in den Block mit Christian Hilbrich und Dominic Walsh. Das brachte allerdings auch nicht den erhofften Schwung. Im Gegenteil: Die Gäste aus Bayreuth konnten das Ergebnis sogar noch in die Höhe schrauben. Michal Bartosch traf im Powerplay zum 4:0 (57.). Luca Gläser sorgte freistehend an seiner früheren Wirkungsstätte für das 5:0 (57.), und Martin Heider erhöhte auf 6:0 (58.). Den Eispiraten, die keine Gegenwehr leisteten, gelang nur noch der Ehrentreffer durch Rob Flick (60.). Damit waren im Kunsteisstadion im Sahnpark in der Schlussphase und nach der Schlusssirene nur noch die rund 250 mitgereisten Anhänger aus Bayreuth zu hören.

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