Eispiraten: Strafe auf Bewährung verhängt

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Trainer Mario Richer schickt Entschuldigung an die Zentrale der DEL 2

Crimmitschau.

Mit einer Geldstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt ist, hat die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL 2) auf die Aussagen von Mario Richer in einer Pressekonferenz reagiert. Der kanadische Trainer des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau sagte nach der Niederlage gegen Heilbronn, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, eine Corona-Infektion herbeizuführen, damit angeschlagene Profis während der Quarantänezeit ihre Verletzungen auskurieren könnten.

Eine Woche nach den Corona-Zitaten versuchen die DEL 2 und Mario Richer einen Schlussstrich unter das Kapitel zu ziehen. Richer sagte am Donnerstag, dass seine Aussage missverstanden worden wäre. "In seiner Stellungnahme gibt der Lizenztrainer an, seine Aussagen seien nicht so gemeint gewesen", informierte DEL 2-Geschäftsführer René Rudorisch über das Ermittlungsverfahren. Unter anderem wieß er darauf hin, dass es sich bei Pressekonferenzen um offizielle Veranstaltungen der Liga und des Clubs handelt - mit besonderem Schutz und besonderen Regeln. "Die Bemerkung des Lizenztrainers lässt für die Öffentlichkeit den Eindruck entstehen, dass die Liga die Gesundheitsgefahren, die durch Covid-19 ausgehen, nicht ernst nehmen würde. Die Ligagesellschaft hat in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen, alle am Spielbetrieb beteiligten Personen vor Ansteckungen zu schützen und die Saison durchführen zu können. Vor diesem Hintergrund wirkt eine solche Bemerkung auf einer Pressekonferenz nicht nur schädlich, sondern auch grob unsportlich", sagte Rudorisch. Die Geldstrafe, die sich nach Informationen der "Freien Presse" in vierstelliger Höhe bewegen soll, ist zur Bewährung ausgesetzt. Sie soll bei erneuten Verstößen von Richer eingefordert werden. Der Eispiraten-Coach kündigte an, dass er sich auch künftig seine Meinung nicht verbieten lasse. "Ich werde weiter sagen, was ich denke", sagte der 55-Jährige.

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